Auf dem Weg in die Klinik: Baby kommt noch im Rettungshubschrauber zur Welt!

Mettingen/Osnabrück - Helikopter-Eltern mal anders! Der kleine Martin Timotheus aus Nordrhein-Westfalen (NRW) ist nicht nur einer der ganz schnellen Sorte, sondern auch einer der gaaanz hohen.

Stolz zeigt Sonja Lammers (24) ihr ganzes (und vor allem schnelles) Glück.
Stolz zeigt Sonja Lammers (24) ihr ganzes (und vor allem schnelles) Glück.  © ADAC Luftrettung/dpa

Der süße Fratz hatte sich für seine Geburt nämlich etwas ganz Spezielles ausgedacht.

Was gab es nicht schon alles für kuriose Geburten. Im Urlaub, im Schnee, im Wasser, auf dem Postamt. Verrückte Orte und überraschende Blitzgeburten.

Für den kleinen Martin Timotheus jedoch alles "0815" und Pille-Palle. Er griff für seinen großen Tag nämlich ins ganz oberste Regal - um genau zu sein: ins 150-Meter-Regal!

Der putzmuntere Neuankömmling entschied sich, noch auf dem Weg ins Klinikum Osnabrück (Niedersachsen) seine erste große Reise anzutreten - und zwar im Helikopter.

"Über den Wolken" in 150 Metern Höhe und bei einer satten Geschwindigkeit von 200 km/h kam der junge Mann dann so richtig in Fahrt und auf die Welt.

Wer braucht denn schon einen Storch, wenn er einen ganzen Heli haben kann...

Zehnminütiger Flug? Das reicht dem schnellen Martin Timotheus dicke...

In diesem "Christoph Europa 2" kam der kleine Martin Timotheus auf die Welt.
In diesem "Christoph Europa 2" kam der kleine Martin Timotheus auf die Welt.  © ADAC Luftrettung/dpa

Weil ihre Wehen bei Mama Sonja Lammers (24) blitzschnell einsetzten, schickte die Rettungsleitstelle einen Hubschrauber vorbei.

Kurze Zeit später traf dieser ein, nahm die Hochschwangere mit.

Etwa zehn Minuten hätte der Flug dauern sollen. Doch nach 180 Sekunden war es dann so weit: Sonja Lammers aus Mettingen brachte noch im "Christoph Europa 2" ihren kleinen Sohn zur Welt - mit stolzen 53 Zentimetern und ordentlichen 3620 Gramm!

Wie ein Sprecher des ADAC mitteilte, handelt es sich um eine absolute Seltenheit, dass es Säuglinge schaffen, noch im Rettungshubschrauber das Licht der Welt zu erblicken.

"Der letzte von uns dokumentierte Fall liegt 28 Jahre zurück. Das war 1992", so Jochen Oesterle.

Papa und Hebammen warten auf dem Rollfeld, doch da war die Messe bereits gelesen

Der frisch geborene Martin Timotheus ist von den Geburtsstrapazen noch ein wenig geschafft - allerdings wohlauf.
Der frisch geborene Martin Timotheus ist von den Geburtsstrapazen noch ein wenig geschafft - allerdings wohlauf.  © Jens Lintel/Klinik Osnabrück/dpa

Und auch wenn es natürlich kein allzu leichtes Unterfangen ist, eine Geburt in luftiger Höhe und in einem Rettungshubschrauber durchzuführen, sei gerade DAS in Zeiten, in der Corona dem Personal so einiges abverlangt, "für uns alle ein glückliches Geschenk und ein wunderbarer Lichtblick in der Pandemiezeit".

Und die stolze Mami? Sie ist happy, dass alles gut gegangen ist und sich der kleine Fratz gut entwickelt.

Nur eine Sache hat ihr süßer Martin Timotheus nicht so ganz bedacht mit seinem Heli-Plan: "Es ging ja nicht, dass mein Mann mitfliegt, also ist er mit dem Auto zum Klinikum gefahren", so die 24-Jährige. Dieser kam vor Ort an, doch "da war er bereits Papa".

Auch die Hebammen standen schon an dem Landeplatz bereit, doch für sie war die Messe ebenfalls schon gelesen.

Titelfoto: ADAC Luftrettung/dpa, Jens Lintel/Klinik Osnabrück/dpa

Mehr zum Thema Baby:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0