Sorglos mit dem Kinderwagen: So schützt man Finger, Nerven und die Freude am Baby-Auslüften

München - Wer billig kauft, kauft doppelt. Diese Weisheit macht auch bei Kinderwägen nicht halt. Damit man beim Kutschieren des Nachwuchses nicht ständig das dünne Nervenkostüm strapaziert, gibt es einige Tipps von der TÜV Süd AG.

Breiter Radstand, luftgefüllte große Reifen, Bremse an Lenkstange: sportlich Aktive sollten entsprechende Modelle in Betracht ziehen. (Symbolbild)
Breiter Radstand, luftgefüllte große Reifen, Bremse an Lenkstange: sportlich Aktive sollten entsprechende Modelle in Betracht ziehen. (Symbolbild)  © 123rf/anatols

"Ein Kinderwagen ist eine Anschaffung, die mindestens ein, oder bei Kombimodellen mehrere Jahre im Gebrauch ist. Diese nicht unerhebliche Investition sollte gut überlegt sein", heißt es in einer Veröffentlichung des Unternehmens.

"Eltern sollten auf Sicherheit und Qualität achten und sich vorher gut überlegen, ob es ein Kinderwagen, ein Kombimodell oder ein Sportwagen werden soll", erklärt TÜV-Süd-Produktexperte Robert Ziegler.

Wichtig bei der Auswahl sei demnach der Haupteinsatz des Gefährts. Für sportlich Aktive empfiehlt sich ein Modell mit großen, luftgefüllten Reifen, um beim Joggen oder Inline-Skating nicht das Nachsehen zu haben. Diese haben für gewöhnlich auch eine Bremse an der Lenkstange.

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Der Warnhinweis "Nicht zum Joggen oder Skaten geeignet" hilft dabei, optisch angepasste Kinderwägen von den tatsächlich funktionalen zu unterscheiden.

Wer öfter mit dem Auto unterwegs sein muss, sollte ein leichtes und gut klappbares Modell auswählen. Wer im Stadtzentrum wohnt oder dort die meiste Zeit unterwegs ist, sollte Breite und Wendigkeit bei der Wahl zum idealen Begleiter im Auge behalten.

"Generell praktisch sind Kombimodelle. Diese bieten ein Grundgestell, das mit verschiedenen Aufsätzen kombiniert werden kann", heißt es in der Analyse.

"Für das Neugeborene kommt die Babytragetasche zum Einsatz. Wenn nur eine kurze Strecke zurückgelegt werden soll, kann die Autobabyschale eingesetzt werden. Wenn das Kind gewachsen ist und sicher sitzt, gibt es den Sportwagensitz."

Sicherheit und Qualität stehen ganz oben

Damit keine Fingerchen eingeklemmt werden, sollten bewegliche Elemente entsprechend ummantelt sein. (Symbolbild)
Damit keine Fingerchen eingeklemmt werden, sollten bewegliche Elemente entsprechend ummantelt sein. (Symbolbild)  © 123rf/christingasner

Dadurch bleibt der Kinderwagen ein permanenter Begleiter und kann bis zu drei Jahre im Einsatz sein.

Doch über all diesen Punkten stehen Sicherheit und Qualität. Niemand möchte, dass sich das Baby-Mobil plötzlich von alleine zusammenklappt, beim Aufklappen Probleme bereitet oder sich das eigene Kind die Fingerchen zwischen zwei Metallkanten einklemmt.

"Die Stabilität des Wagens ist ein wichtiger Punkt, denn ein Umkippen sollte möglichst ausgeschlossen werden. Die DIN EN 1888 regelt die Anforderungen für Feststellbremsen, die Verwendung der Chemikalien, den Verriegelungsmechanismus und - ganz wichtig - die Kennzeichnung des Gefährts mit Warnhinweisen", erklärt Ziegler.

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"Das TÜV SÜD-Oktagon bzw. das GS-Siegel für 'Geprüfte Sicherheit' geben Auskunft darüber, dass alle beweglichen Teile, die sich in Reichweite des Babys befinden, sicher verbaut sind", ergänzt der Verein.

Die Eltern sollten außerdem die Qualität folgender Elemente im Auge behalten:

  • verarbeiteter Stoff
  • schmutzempfindliche Muster
  • bewegliche Teile und Gelenke
  • Stabilität des Kinderwagens (je breiter die Spurweite, desto besser)
  • bequeme Auspolsterung
  • Reflektoren
  • Feststellbremse
  • UV-Durchlässigkeit
  • Sicherheitsgurte (bei Sportwagensitze)
  • Platz für einen Winterschlafsack
  • mögliche wasserabweisende Imprägnierung

Der Kinderwagen wird im Idealfall für mehrere Jahre der Begleiter und ein Stück weit auch Beschützer des Kindes. Hier sollte man sich die notwendige Zeit für das ideale Modell also nehmen.

Auch in Hinblick, wo man das Fahrzeug zu Hause abstellt oder ob es in den Kofferraum passt.

Titelfoto: 123rf/christingasner

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