Teenager finden verlassenes Baby in Telefonzelle: Erst 21 Jahre später kommt die Wahrheit heraus

Nant-y-moel (Wales) - Er weiß, seit er denken kann, dass er ein Adoptivkind ist. Doch zwei Jahrzehnte ahnte Rhys Goode nicht, wie es dazu gekommen war. Vergangene Woche erzählte der heute 34-Jährige seine bewegende Geschichte in WalesOnline.

Rhys Goode (34) auf einem Facebook-Selfie.
Rhys Goode (34) auf einem Facebook-Selfie.  © Facebook/Screenshot/Rhys Goode

Dem Blatt berichtete Goode, dass er als Baby von Teenagern im walisischen North Cornelly in Bridgend entdeckt wurde. "Anscheinend wurde ich in einer Telefonzelle in einer Tragetasche gefunden", sagte der Brite.

Die Jugendlichen hätten einen Lastwagenfahrer herangewunken, der sofort die Polizei alarmiert habe.

Daraufhin wurde Goode in Pflege genommen und später von den "tollsten Menschen" - wie er seine Eltern heute nennt - adoptiert.

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Baby Schwangere Frau erwartet vier Babys – doch es sind keine Vierlinge!

"Ich war an der Universität und habe einen Antrag auf meine Geburtsurkunde gestellt, worüber ich vorher nie nachgedacht hatte", erklärte Goode. Schließlich habe man ihm einen Brief im A4-Format vom Innenministerium gegeben. Darin habe die bittere Wahrheit gestanden.

"Ich war ziemlich ungläubig", schilderte Goode seine Gefühle. "Ich rief ein paar Freunde an und sagte: 'Können wir in den Pub gehen? Ich habe Neuigkeiten'", so der Waliser.

Goode ist heute Politiker

Geschadet hat dem Mann der schreckliche Start ins Leben offenbar nicht. Denn Goode macht derzeit als Politiker Karriere. Er tritt bei den diesjährigen Kommunalwahlen als Labour-Kandidat für den Wahlbezirk Nant-y-moel des Bridgend County Borough Council an.

Außerdem sagt Goode, dass er nicht fühle, dass das Verlassenwerden ihn geprägt habe. Allerdings könne er spüren, dass er adoptiert wurde. Interesse, seine biologischen Eltern kennenzulernen, habe er nicht.

Seine Geschichte fließt nun jedoch in die Politiker-Karriere mit ein. Denn Goode will sich vor allen Dingen für benachteiligte Kinder einsetzen.

"Ich interessiere mich sehr dafür, wie das Betreuungssystem funktioniert und wie wir das Beste für alle Kinder erreichen können, unabhängig von ihren Umständen", sagte der Labour-Kandidat. Damit wird sich der einst Verlassene dafür einsetzen, das System zu verbessern, das ihn einst so gut auffing.

Titelfoto: Facebook/Screenshot/Rhys Goode

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