Dramatischer Badeunfall: Mann (23) versinkt, doch Passanten reagieren heldenhaft

Zwingenberg - Am Niederwaldsee bei der südhessischen Stadt Zwingenberg spielten sich am Freitagabend dramatische Szenen ab.

Einsatzkräfte von DLRG, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst eilten zum Niederwaldsee bei Zwingenberg.
Einsatzkräfte von DLRG, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst eilten zum Niederwaldsee bei Zwingenberg.  © KEUTZTV-NEWS/Alexander Keutz

Ein 23 Jahre alter Mann wollte am Freitag gegen 20.15 Uhr im Wasser des Sees schwimmen gehen, wie die Polizei berichtete.

Während der 23-Jährige in dem Gewässer schwamm, ging er plötzlich unter und verschwand.

Zum Glück bekamen andere Personen das Unglück mit und reagierten vorbildlich: Sie eilten dem jungen Mann umgehend zu Hilfe, doch trotz ihrer Mühen konnte der 23-Jährige erst "nach mehreren Minuten unter Wasser entdeckt und ans Ufer gebracht werden", wie ein Sprecher erklärte.

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Der Mann aus dem südhessischen Lorsch wurde noch am Ufer des Sees bei Zwingenberg reanimiert und danach vom Rettungsdienst auf dem schnellsten Weg in ein Krankenhaus gebracht.

Einsatzkräfte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), der Feuerwehr und der Polizei waren ebenfalls vor Ort.

Der Niederwaldsee bei Zwingenberg ist kein Badesee. Das Gewässer wird zum Angeln genutzt.

Das Schwimmen ist dort offiziell verboten, wie auch auf mindestens zwei Schildern am See deutlich zu lesen ist. Demnach ist auch das Lagern und Zelten am Seeufer nicht gestattet. Feuer darf ebenfalls nicht entzündet werden.

Diese Verbote werden jedoch offenbar von vielen Menschen missachtet. Wie TAG24 erfuhr, gingen nach dem Badeunfall wieder mehrere Personen im Wasser des Sees schwimmen.

Das Foto zeigt eines von mindestens zwei unmissverständlichen Verbotsschildern am Niederwaldsee bei Zwingenberg.
Das Foto zeigt eines von mindestens zwei unmissverständlichen Verbotsschildern am Niederwaldsee bei Zwingenberg.  © KEUTZTV-NEWS/Alexander Keutz

Bereits zwei tödliche Badeunfälle in Hessen im Juni

Das Unglück im Niederwaldsee ist nicht der erste Badeunfall in dieser Saison in Hessen.

Anfang Juni kam es bereits im Werratalsee im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis und bei Biebesheim am Rhein in Südhessen zu tödlichen Badeunfällen.

In Nordhessen starb ein 33 Jahre alter Mann. In Biebesheim verschwand eine 42 Jahre alte Frau in den Fluten des Rheins. Lediglich ihr 41-jähriger Ehemann konnte aus dem Wasser gerettet werden. Das Ehepaar war trotz eines offiziellen Warnschildes im Rhein schwimmen gegangen.

Titelfoto: KEUTZTV-NEWS/Alexander Keutz

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