Abgestürzte Hunde müssen ausharren: Verzweifeltes Bellen schallt durch die Nacht

Marktschellenberg - Im Berchtesgadener Land hat die Bergwacht zwei in den Bergen abgestürzte Hunde gerettet.

Bergretter zogen die Hündin am Drachenloch rund 130 Meter aus dem Absturzgelände mit dem Seil nach oben und trugen sie dann ins Tal.
Bergretter zogen die Hündin am Drachenloch rund 130 Meter aus dem Absturzgelände mit dem Seil nach oben und trugen sie dann ins Tal.  © BRK/Bergrettung Grödig/Christian Bauer

Die Vierbeiner mussten allerdings jeweils eine Nacht in den steilen Wänden ausharren, ehe die Helfer zu ihnen vordrangen.

Wie die Retter am Freitag berichteten, waren in dem einen Fall zwei Wanderer am Sonntag mit ihrem Vierbeiner in rund 1200 Metern Höhe unterwegs.

Als die Hundebesitzer das Tier einmal ohne Leine laufen ließen, verschwand die Hündin und stürzte ab. Die Wanderer konnten ihr Tier zwar bellen hören, aber es in dem steilen Gelände nicht erreichen. Daraufhin riefen sie die Helfer von der Bergwacht Marktschellenberg.

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Nachdem am Sonntag die Suche wegen Dunkelheit abgebrochen werden musste, konnten die Bergwachtler am Montag die verletzte Hündin erreichen.

Das Tier wurde 130 Meter mit dem Seil nach oben gezogen und ins Tal getragen.

Die Hündin musste anschließend in einer Tierklinik operiert werden.

Bereits am Freitag hatte Bergwacht Berchtesgaden einen abgestürzten Mischling gesucht. Auch hier musste zunächst in der Dunkelheit der Einsatz abgebrochen werden. Das völlig erschöpfte Tier wurde dann am Samstag im Steilgelände gerettet.

Der Hund hatte stundenlang immer wieder durch Bellen auf seine verzweifelte Lage aufmerksam gemacht.

Titelfoto: BRK/Bergrettung Grödig/Christian Bauer

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