15 große Weltkriegsbomben in Hamburg entschärft

Hamburg – Der Kampfmittelräumdienst der Hamburger Feuerwehr hat in diesem Jahr bis Anfang September bereits 15 große Sprengbomben entschärft.

Eine britische Fliegerbombe, die bei Bauarbeiten auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg-St. Pauli gefunden wurde, wird nach der Entschärfung abtransportiert.
Eine britische Fliegerbombe, die bei Bauarbeiten auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg-St. Pauli gefunden wurde, wird nach der Entschärfung abtransportiert.  © Bodo Marks/dpa

Im gesamten Vorjahr waren es nur 8 gewesen, wie der Senat auf eine Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten André Trepoll mitteilte.

Allein zwischen Mitte August und Anfang September war der Kampfmittelräumdienst fünfmal am Großmoordamm in Gut Moor - einem nur dünn besiedelten Stadtteil im Bezirk Harburg - im Einsatz gewesen, um jeweils eine 1000-Pfund-Bombe unschädlich zu machen.

Wie viele Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg noch im Hamburger Boden oder in Gewässern liegen, konnte der Senat nicht sagen. Klar ist nur: "Es geht weiterhin eine Gefahr von Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg aus."

Bombe in Hannover entschärft: Tausende Menschen in Notquartieren
Bombenfund Bombe in Hannover entschärft: Tausende Menschen in Notquartieren

Hamburg war im Zweiten Weltkrieg Ziel schwerster Luftangriffe. Nach Schätzungen fielen über 100.000 Tonnen Bomben auf die Hafenstadt. 12 bis 13 Prozent davon sollen nicht explodiert sein.

Wer für die Kosten einer Bombenentschärfung aufkommt, hängt von der Herkunft des Blindgängers ab. Handelt es sich um eine deutsche Bombe, erstattet der Bund die Kosten vollständig. In den meisten Fällen geht es in Hamburg jedoch um Kampfmittel der Alliierten, die britische oder amerikanische Bomber abwarfen. Hier teilen sich die Stadt Hamburg und der Bund die Kosten, wie der Senat erklärte.

Im Jahr 2019 musste die Stadt fast 1,7 Millionen Euro dafür aufwenden. Die Zahl der Kampfmittelräumungen schwankt von Jahr zu Jahr stark und hängt vor allem mit der Bautätigkeit zusammen.

Titelfoto: Bodo Marks/dpa

Mehr zum Thema Bombenfund: