Blindgänger-Fund in Köln-Buchheim: Bombe entschärft!

Köln – Im Kölner Stadtteil Buchheim wurde am heutigen Dienstagmorgen eine Weltkriegsbombe gefunden. Der Fünf-Zentner-Blindgänger muss noch heute entschärft werden.

Der Blindgänger nach der Entschärfung.
Der Blindgänger nach der Entschärfung.  © Stadt Köln

Wie die Stadt gegen Mittag mitteilte, wurde die Bombe bei Sondierungsarbeiten im Bereich der Malteserstraße gefunden.

Den vorläufigen Gefahrenbereich legte der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) auf 300 Meter fest. In diesem Bereich müssen Anwohnerinnen und Anwohner in Sicherheit gebracht werden. Das Ordnungsamt geht aktuell von 3200 zu evakuierenden Personen aus.

Wann mit der Räumung begonnen wird, steht allerdings noch nicht fest. Das Ordnungsamt bereitet sich derzeit auf die Absperrung vor.

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In der Gesamtschule Rendsburger Platz 1 wurde eine Anlaufstelle für evakuierte Personen eingerichtet.

Bei dem Blindgänger handelt es sich laut Angaben um ein englisches Exemplar mit einem Aufschlagzünder aus dem Zweiten Weltkrieg.

Update, 20.07: Blindgänger in Köln erfolgreich entschärft

"Die Weltkriegsbombe in Köln-Buchheim wurde durch die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf entschärft." Dies teilte ein Sprecher der Stadt Köln am Dienstagabend mit. Der Blindgänger wird nun abtransportiert. Sämtliche Sperrungen werden schrittweise aufgehoben.

Update, 19.17 Uhr: Freigabe zur Entschärfung

"Auch der zweite Klingelrundgang wurde beendet, der Gefahrenbereich ist evakuiert. "Die Freigabe zur Entschärfung der Weltkriegsbombe wurde erteilt, der Luftraum über dem Gefahrenbereich gesperrt", teilte ein Sprecher mit.

Update, 18.28 Uhr: Letzte Vorbereitungen für Entschärfung von Blindgänger in Köln

Nach Angaben eines Sprechers dauerten die Vorbereitungen für die Entschärfung weiter an.

Insgesamt ist der Ordnungsdienst der Stadt Köln mit 69 Mitarbeitern im Einsatz, die Verkehrsüberwachung mit 41, die Feuerwehr mit zwei, die KVB ebenfalls mit zwei Mitarbeitern.

Update, 17.36 Uhr: Feuer unter Kontrolle, Evakuierung geht weiter

Die Flammen konnte gegen Abend unter Kontrolle gebracht werden.
Die Flammen konnte gegen Abend unter Kontrolle gebracht werden.  © Lars Jäger

Am frühen Abend konnten die Flammen durch die Feuerwehr unter Kontrolle gebracht werden, teilte die Stadt mit. Gelöscht sei es jedoch noch nicht. Eine Drohne überwacht das Brandgebiet derzeit.

Die Evakuierungsmaßnahmen wurden durch den Einsatz nur unwesentlich beeinflusst. Der erste Klingeldurchgang konnte ohne weitere Probleme beendet werden, der Zweite läuft aktuell.

Rund 35 Betroffene trafen gegen Abend in der Anlaufstelle an, für sie stehen Getränke und Snacks bereit. 30 gehbehinderte oder kranke Menschen wurden bereits mit speziellen Transporten verlegt.

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Coronapositive Menschen – insgesamt handelt es sich um fünf – werden erst gegen Ende des zweiten Klingeldurchgangs evakuiert.

Update, 16.23 Uhr: Feuer behindert Evakuierungsarbeiten

Die Feuerwehr rückte mit zahlreichen Kräften zum Brand am Waldrand aus.
Die Feuerwehr rückte mit zahlreichen Kräften zum Brand am Waldrand aus.  © Horst Konopke

Während der Evakuierungsmaßnahmen ist es laut einer Mitteilung der Stadt Köln zu einem Feuer im Bereich der Bahngleise in Höhe der Kieppemühler Straße gekommen.

Mitarbeitende der Stadt hatten das Feuer entdeckt, welches sich durch die Trockenheit derzeit schnell ausbreitet. Die Feuerwehr wurde informiert und kümmert sich um den Waldbrand.

Von der Evakuierung Betroffene sollen ihre Fenster und Türen geschlossen halten, damit keine Rauchmelder ausgelöst werden. Die Bahnlinien 3 und 18 sind ebenfalls betroffen und fahren von Thielenbruch aus derzeit nur bis zur Wichheimer Straße. Die Herler Straße ist vom Feuer ebenfalls betroffen.

Bis zur Entdeckung des Feuers konnten zehn Menschen mit Krankenwagen evakuiert werden. An Corona erkrankte Personen werden in der Anlaufstelle separat untergebracht.

Update, 15.40 Uhr: KVB-Linien von Sperrungen betroffen

Die Linien 3, 13, 18, 151, 152 und 153 können im Zeitraum der Entschärfung nicht verkehren.

Die genannten Linien fahren wie folgt:

  • Die Linien 3 und 18 werden von Thielenbruch kommend Richtung Innenstadt im Bereich "Buchheim, Herler Straße" getrennt.
  • Aus der Innenstadt kommend Richtung Mülheim fährt die Linie 3 bis "Keupstraße" und die Linie 18 bis "Slabystraße".
  • Die Linie 13 pendelt zwischen Wiener Platz (Umsteigemöglichkeit in die Linie 159) und Sülzgürtel.
  • Die Busse der Linien 151, 152 und 153 fahren ab Haltestelle "Keupstraße" weiter auf dem Clevischen/Bergischen Ring in beide Fahrtrichtungen. Am Wiener Platz wird die Haltestelle der Linie 150 angefahren. Weiter über Rendsburger Platz und Waldecker Straße zur Heidelberger Straße. Ab "Buchheim, Frankfurter Straße" wird wieder auf dem normalen Linienweg gefahren.
  • Nicht angefahren werden "Elisabeth-Breuer-Straße" und "Bahnhof Mülheim".
  • Der Bahnhof Mülheim wird weiter von der Linie 150 bedient.

Ersatzbusse können aufgrund der Sperrungen nicht eingesetzt werden.

Update, 15.35 Uhr: Ordnungsamt richtet Straßensperren ein

Insgesamt sperrt das Ordnungsamt folgende Straßen und Wege:

  • Alte Wipperführter Straße/Herler Straße/Johanniter Straße
  • Kippemühler Straße
  • Elisabeth-Schäfer-Weg
  • Beuthener Straße
  • Kattowitzer Straße
  • Gleiwitzer Straße
  • Elisabeth-Schäfer-Weg/Frankfurter Straße
  • Frankfurter Straße/Heidelberger Straße
  • Arnsberger Straße/Kirchgasse
  • Frankfurter Straße/Ackerstraße
  • Ackerstraße/Caumannstraße
  • Herler Straße/Im Leimfeld

Weitere kleine Sperren sollen verhindern, dass der Verkehr in den Evakuierungsbereich fährt. Der Luftraum wird kurz vor der Entschärfung ebenfalls gesperrt.

Der endgültige Gefahrenbereich wurde vom Kampfmittelbeseitigungsdienst mit einem Radius von 300 Metern festgelegt.
Der endgültige Gefahrenbereich wurde vom Kampfmittelbeseitigungsdienst mit einem Radius von 300 Metern festgelegt.  © Stadt Köln

Update, 14.12 Uhr: Erster Klingeldurchgang läuft

Kurz nach 14 Uhr hat das Ordnungsamt der Stadt Köln mit dem ersten Klingeldurchgang begonnen.

Anwohnerinnen und Anwohner können sich ab sofort in die Anlaufstelle in der Trude-Herr-Gesamtschule Rendsburger Platz begeben.

Originaltext vom 30. August 2022, 13.15 Uhr, zuletzt aktualisiert: 30. August 2022, 20.07 Uhr.

Titelfoto: Stadt Köln

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