Bombe am Rostocker Überseehafen gesprengt

Rostock - Im Rostocker Überseehafen wird am Mittwochvormittag eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gesprengt.

Eine entschärfte Fliegerbombe in der City von Rostock wird abtransportiert. (Archivbild)
Eine entschärfte Fliegerbombe in der City von Rostock wird abtransportiert. (Archivbild)  © Frank Hormann/dpa

Die amerikanische Bombe war bei der Vorbereitung von Erweiterungsbaggerungen gefunden worden. 

Sie liegt in einer Wassertiefe von 4,50 Metern. Aufgrund des Zustands des Sprengkörpers kann der Zünder nicht entfernt werden, wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Stralsund mitteilte. 

Deshalb soll nun zunächst ein Taucher die Sprengladung an der Bombe anbringen. 

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Nachdem sich der Taucher wieder zurückgezogen hat, soll die Bombe per Fernzündung gesprengt werden.

Menschen müssten dafür nicht ihre Häuser verlassen, hieß es. 

Zwar sei ein Sicherheitsbereich von 500 Metern um den Fundort ausgewiesen worden. 

Doch der Sprengkörper liege so weit draußen, dass der Sicherheitsbereich nur an einer Stelle bebautes Land berühre. Dort befinde sich ein Unternehmen. Dessen Mitarbeiter dürften während der Sprengung nicht den Außenbereich des Firmengeländes nutzen. 

Auch der Schiffsverkehr ruhe während der Aktion, die bis 14 Uhr abgeschlossen sein soll.

Die Bombe wurde mit drei Sprengladungen zur Expolosion gebrach.
Die Bombe wurde mit drei Sprengladungen zur Expolosion gebrach.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 14.17 Uhr: Bombe im zweiten Anlauf gesprengt

Für die Sprengung der amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat es am Mittwoch im Überseehafen Rostock zwei Anläufe gebraucht, wie Stefan Grammann vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Stralsund nach der Detonation berichtete.

Nachdem ein Taucher drei Sprengladungen an der Bombe in 4,50 Metern Wassertiefe angebracht hatte, versagte zunächst die Fernzündung per Funk. Daraufhin sei ein Kabel gelegt und die Detonation manuell ausgelöst worden. 

Gegen 12.30 Uhr spritzte dann eine 30 Meter hohe Fontäne in den Himmel.

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

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