Bombe in Bremen gefunden: Sprengung erfolgreich, Sperrungen aufgehoben

Bremen - In Bremen wurde eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden, zahlreiche Bewohner mussten evakuiert werden. Am Nachmittag wurde die Bombe erfolgreich gesprengt.

Die Polizei Bremen hat eine Grafik mit dem Fundort und dem angeordneten Evakuierungsradius veröffentlicht.
Die Polizei Bremen hat eine Grafik mit dem Fundort und dem angeordneten Evakuierungsradius veröffentlicht.  © Polizei Bremen

Die 250 Kilogramm schwere britische Fliegerbombe war bei Bauarbeiten in der Nähe des Neustädter Güterbahnhofs gefunden worden, teilte die Polizei am Vormittag mit.

Eine Entschärfung sei aufgrund des Zustandes des Blindgängers nicht möglich, hieß es weiter. Sprengmeister Thomas Richter schritt zur Tat und sprengte die britische Weltkriegsbombe gegen 15.45 Uhr erfolgreich.

Zuvor waren allerdings umfangreiche Evakuierungs- und Absperrmaßnahmen erforderlich.

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Ein Bereich von 500 Metern rund um den Fundort musste vollständig evakuiert werden. Die Sperrung traf dann auch den Bahnverkehr zwischen Bremen und Oldenburg. Außerdem war die Bundesstraße 75 nach Oldenburg sowie die Autobahn 281 betroffen. Autofahrer mussten den Bereich am Hohentor großräumig umfahren.

Laut Polizei kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Gegen 15.50 Uhr konnten aber schließlich alle Sperrungen aufgehoben werden und die Anwohner zurück in ihre Wohnungen kehren.

In einem Umkreis von 500 bis 1000 Metern war "luftschutzgemäßes Verhalten" erforderlich. Das bedeutete, dass dann keine Menschen mehr auf der Straße sein dürfen.

Für Anwohner galt: Haltet Euch in den vom Sprengort abgewandten Räumen des Gebäudes auf und öffnet die Fenster.

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Als Aufenthaltsort wurde die Schule am Leibnizplatz eingerichtet. Eine Karte der betroffenen Straßen hatte die Polizei auf ihrer Website bereitgestellt.

Hilfsbedürftige Personen wurden gebeten, sich bei der Feuerwehr unter der Telefonnummer 0421 30303 zu melden.

Evakuierung verzögerte sich zunächst

Bereits seit 10.30 Uhr liefen die Evakuierungen rund um den Neustädter Güterbahnhof. Anwohner wurden per Lautsprecherdurchsagen gebeten, ihre Wohnungen zu verlassen.

"Wenn Sie sich weigern (...), kommt es zu erheblichen Verzögerungen", teilte die Polizei bei Twitter mit und bat alle anderen Betroffenen noch um etwas Geduld.

Bombe mit Sand und Wasser bedeckt

Die Polizei veröffentlichte außerdem ein Foto von den Vorbereitungen und der anschließenden Sprengung. Die Bombe war mit rund 100 Tonnen Sand und 40.000 Litern Wasser abgedeckt worden.

So wollte man die Druckwelle, die bei einer Sprengung entsteht, möglichst minimieren.

Titelfoto: Polizei Bremen

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