Bombe in Köln-Ehrenfeld erfolgreich entschärft

Köln – Im Kölner Stadtteil Ehrenfeld wurde eine Weltkriegsbombe gefunden. Der zehn Zentner schwere Blindgänger wurde in der Nacht auf Dienstag erfolgreich entschärft.

In Köln-Ehrenfeld muss ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden. (Symbolbild)
In Köln-Ehrenfeld muss ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden. (Symbolbild)  © Horst Konopke

Nach Angaben der Stadt Köln wurde der Blindgänger am Vormittag bei Sondierungsarbeiten entdeckt. Es handelt sich demnach um eine englische Bombe mit Heckaufschlagzünder.

"Die Fliegerbombe muss noch heute entschärft werden", teilte die Stadt mit. Dafür steht eine Evakuierung kurz bevor.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf und das Kölner Ordnungsamt waren vor Ort und sperrten den Gefahrenbereich ab.

Betroffen war das Gebiet um die Bombe im Radius von 500 Metern. 

"Wie viele Personen von Evakuierungen betroffen sein werden und wann der Blindgänger entschärft wird, stand zunächst noch nicht fest", so die Stadt.

TAG24 berichtete hier im Ticker.

Das Ordnungsamt ist mit einem Großaufgebot vor Ort, um den Gefahrenbereich zu sichern.
Das Ordnungsamt ist mit einem Großaufgebot vor Ort, um den Gefahrenbereich zu sichern.  © Horst Konopke

Update, 26. Oktober, 12.30 Uhr: Fundort des Blindgängers bekannt

Wie die Stadt mitteilte, liegt der Fundort der Bombe in der Fröbelstraße Höhe Hausnummer 20.

Noch sei der Evakuierungsradius nicht endgültig festgelegt. Daher ist aktuell nicht klar, wie viele Personen von Evakuierungsmaßnahmen betroffen sein werden.

Update, 12.51 Uhr: Etwa 13.000 Personen betroffen

Aktuell werden Maßnahmen zur Evakuierung vorbereitete, so die Stadt.

Die Verantwortlichen arbeiten an einer Karte mit dem Evakuierungsradius. Etwa 13.000 Personen sind demnach betroffen.

Eine Zehn-Zentner-Weltkriegsbombe, die im Januar vom Kampfmittelbeseitigungsdienst in Köln entschärft worden ist.
Eine Zehn-Zentner-Weltkriegsbombe, die im Januar vom Kampfmittelbeseitigungsdienst in Köln entschärft worden ist.  © Roberto Pfeil/dpa

Update, 15.25 Uhr: Anlaufstelle für Evakuierte im RheinEnergie-Stadion eingerichtet

Laut Information der Stadt Köln wurde eine Anlaufstelle für evakuierte Anwohnerinnen und Anwohner im RheinEnergie-Stadion (Aachener Straße 999) eingerichtet.

Die Fliegerbombe muss noch heute entschärft werden. Dafür muss der Gefahrenbereich abgesperrt und evakuiert werden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) und das Ordnungsamt der Stadt Köln sind vor Ort.

Das Ordnungsamt hat den ersten Klingeldurchgang begonnen. Alle Personen sind verpflichtet, den Evakuierungsbereich zu verlassen (die Karte dazu findet Ihr auch noch einmal >>> hier). Die Straßensperren rund um den Bereich werden aufgebaut. Im anschließenden zweiten Klingeldurchgang stellt das Ordnungsamt sicher, dass alle Personen den Evakuierungsbereich verlassen haben. Wenn alle Personen den Evakuierungsbereich verlassen haben und die Krankentransporte abgeschlossen sind, wird das Ordnungsamt die Freigabe zur Entschärfung geben. Ein Zeitpunkt steht noch nicht fest.

Weitere Informationen erhalten Betroffene beim Bürgertelefon unter 0221/221-0 sowie beim Servicetelefon des Ordnungs- und Verkehrsdienst unter 0221/221-32000.

Der gesamte Evakuierungsradius.
Der gesamte Evakuierungsradius.  © Stadt Köln

Update, 15.29 Uhr: Mehrere KVB-Linien von Sperrungen betroffen

Betroffen von der Sperrung sind auch die KVB-Linien 3, 4 (diese Linien halten nicht an den Haltestellen "Venloer Straße/Gürtel" und "Körnerstraße") und 13 (diese Linie hält nicht an den Haltestellen "Venloer Str./Gürtel" und "Weinsbergstraße/Gürtel“). Die Buslinien 141, 142 und 143 sind ebenfalls betroffen und durchfahren den Gefahrenbereich ebenfalls ohne Halt. 

Der Luftraum wird kurzfristig für den Entschärfungszeitraum gesperrt.

Der gesamte Bereich sollte aufgrund der Straßensperrungen großräumig umfahren werden. Gesperrt ist bereits der Melatengürtel in Fahrtrichtung Norden zwischen Aachener Straße und Weinsbergstraße.

Wegen Verkehrsbehinderungen wird gebeten, sich etwa auf der Internetseite der Stadt Köln www.stadt-koeln.de sowie online bei den Kölner Verkehrsbetrieben und weiteren Verkehrsunternehmen zu informieren.

Update, 16.11 Uhr: Shuttlebusse zum Stadion eingerichtet

Für diejenigen Anwohner, die von den Evakuierungsmaßnahmen in Ehrenfeld betroffen sind und nicht selbstständig zur Anlaufstelle im RheinEnergie-Stadion gelangen können, wurden Bus-Shuttles eingerichtet.

Sie fahren von folgenden Haltepunkten ab:

  • Weinsbergstraße 160 (Höhe Audi-Zentrum)
  • Venloer Straße Ecke Hansemannstraße
  • Venloer Straße Ecke Thebäerstraße

Bisher befinden sich 20 Personen in der Anlaufstelle.

Update, 16.34 Uhr: Evakuierung dauert an

Derzeit kontrollieren Mitarbeiter des Ordnungsamtes, ob die Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollieren in Köln-Ehrenfeld Haus für Haus, ob die Anwohner die Gebäude verlassen haben.
Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollieren in Köln-Ehrenfeld Haus für Haus, ob die Anwohner die Gebäude verlassen haben.  © Henning Kaiser/dpa
Rund 13.000 Menschen müssen für die Entschärfung einer Fliegerbombe das betroffene Gebiet verlassen.
Rund 13.000 Menschen müssen für die Entschärfung einer Fliegerbombe das betroffene Gebiet verlassen.  © Henning Kaiser/dpa

Update, 17.16 Uhr: Erster Klingeldurchgang läuft

Der erste Klingeldurchgang läuft weiterhin. Die Zahl der Krankentransporte steht bisher nicht fest. Laut Gesundheitsamt der Stadt Köln stehen im Evakuierungsbereich 65 Personen unter coronabedingter Quarantäne.

Update, 17.20 Uhr: Aktuelle Straßensperrungen

Folgende Straßensperren gibt es:

  • Venloer Straße zwischen Leyendecker Straße und Innere Kanalstraße
  • Melatengürtel/Ehrenfeldgürtel zwischen Aachener Straße und Subbelrather Straße
  • Weinsbergstraße zwischen Oskar-Jäger-Straße und Innere Kanalstraße
  • Vogelsanger Straße zwischen Oskar-Jäger-Straße und Innere Kanalstraße

Der Melatenfriedhof ist geschlossen.

Anwohner stehen an einer Straßensperre in Köln-Ehrenfeld.
Anwohner stehen an einer Straßensperre in Köln-Ehrenfeld.  © Henning Kaiser/dpa

Update, 19.41 Uhr: Bis jetzt 105 Personen in Anlaufstelle im RheinEnergie-Stadion

Der erste Klingeldurchgang läuft weiterhin. Bisher wurden 110 Krankentransporte durchgeführt. 

Aktuell befinden sich 105 Personen in der Anlaufstelle im RheinEnergie-Stadion.

Die Notunterkunft im Stadion.
Die Notunterkunft im Stadion.  © Horst Konopke

Update, 20.58 Uhr: 180 Menschen in der Anlaufstellte

Aktuell befinden sich rund 180 Menschen in der Anlaufstelle am Rhein-Energie-Stadion.

Es wurde ein beheiztes Zelt aufgestellt, damit auch Menschen mit Hund(en) die Anlaufstelle aufsuchen können. Bisher sind rund 160 Krankentransporte angemeldet.

Titelfoto: Stadt Köln

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