Fünf Blindgänger in Köln entschärft: Gesperrte A4 wieder freigegeben

Köln - In Köln-Rondorf sind am heutigen Dienstag bei Sondierungsarbeiten mehrere Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden und am Nachmittag entschärft worden.

Die entschärften Blindgänger werden von Mitarbeitern des Kampfmittelbeseitigungsdienstes abtransportiert.
Die entschärften Blindgänger werden von Mitarbeitern des Kampfmittelbeseitigungsdienstes abtransportiert.  © Stadt Köln

Wie die Stadt Köln am Mittag informierte, waren die Fliegerbomben am Vormittag entdeckt worden. Dabei handle es sich um eine Zehn-Zentner-Bombe englischer Bauart, zwei Fünf-Zentner-Bomben amerikanischer Bauart und zwei Ein-Zentner-Bomben amerikanischer Bauart.

Die Entschärfung soll noch am Dienstag erfolgen, wozu der Gefahrenbereich abgesperrt und evakuiert wird - allesamt mit Heckaufschlagzündern.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) der Bezirksregierung Düsseldorf und das Ordnungsamt der Stadt Köln seien bereits vor Ort, hieß es.

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Der vorläufige Gefahrenbereich sei vom KBD mit einem Radius von 500 Metern festgelegt worden, so ein Sprecher der Stadt.

Wie viele Personen von der Evakuierung betroffen sein werden und wann die Blindgänger konkret entschärft werden können, stehe aktuell noch nicht fest.

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Update, 16.19 Uhr: Alle Blindgänger entschärft

Alle fünf Bomben konnten um kurz nach 16 Uhr entschärft werden, wie die Stadt Köln am Nachmittag mitteilte. Die Sperrung der A4 kann dementsprechend wieder von der Polizei aufgehoben werden.

Bis die Blindgänger abtransportiert sind, bleiben lediglich die Feldwege rund um die Fundorte weiterhin gesperrt.

Update, 15.29 Uhr: A4 gesperrt, Entschärfung beginnt

Die Sperrung der A4 in beide Richtungen zwischen Köln-West und Köln-Süd steht. Auch der Luftraum ist gesichert.

Die Freigabe zur Entschärfung wurde erteilt, wie die Stadt mitteilte.

Update, 14.31 Uhr: Sperrung der A4 wird vorbereitet

Die Einsatzkräfte bereiten sich darauf vor, die A4 ab dem Autobahnkreuz Köln-West in Fahrtrichtung Olpe und ab dem Autobahnkreuz Köln-Süd in Fahrtrichtung Aachen ab 15 Uhr zu sperren, wie die Stadt am Nachmittag mitteilte.

Dementsprechend wird die A4 zwischen Köln-West und Köln-Süd in beide Richtungen abgeriegelt, bis die Blindgänger entschärft sind. Autofahrer werden aufgefordert, den Bereich großräumig zu meiden.

Auch der Luftraum über dem Gebiet soll ab 15 Uhr gesperrt werden. Die Dauer der Entschärfung könne bislang nicht abgeschätzt werden, so die Stadt.

Update, 12.21 Uhr: Weniger als zehn Menschen von Evakuierung betroffen

Der Evakuierungsradius in Köln-Rondorf wurde vom Kampfmittelbeseitigungsdienst auf 500 Meter festgelegt.
Der Evakuierungsradius in Köln-Rondorf wurde vom Kampfmittelbeseitigungsdienst auf 500 Meter festgelegt.  © Stadt Köln

Wie die Stadt erklärte seien weniger als zehn Personen von der Evakuierung betroffen. Das Ordnungsamt habe den ersten Klingelrundgang bereits begonnen, betroffen sei vor allem eine Kleingartenanlage. Auch die Straßensperren rund um den Evakuierungsbereich würden derzeit aufgebaut.

Sobald das Ordnungsamt sichergestellt hat, dass sich keine Personen mehr im Gefahrenbereich aufhalten, werde die Freigabe zur Entschärfung erteilt, hieß es. Bei Fragen steht Betroffenen das Bürgertelefon unter der Rufnummer 0221/2210 zur Verfügung.

Auch die A4 ist von der Sperrung betroffen. "Das Ordnungsamt wartet aktuell auf eine Rückmeldung der Polizei, die in einer größeren Einsatzlage an der A1 gebunden ist. Informationen zu einer Sperrung der A4 werden nachgeliefert", erklärte ein Sprecher.

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Autofahrer sollten den gesamten Bereich großräumig umfahren.

Titelfoto: Stadt Köln

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