Bombe in Bremen vermutet: Mehr als 10.000 Menschen von Evakuierung betroffen

Bremen - Mehr als 10.000 Menschen in Bremen müssen sich darauf einstellen, ihre Wohnungen am Sonntag zu verlassen. Grund dafür ist ein im Boden vermuteter Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg.

Ein mutmaßlicher Blindgänger wurde in Bremen aufgespürt. (Symbolbild)
Ein mutmaßlicher Blindgänger wurde in Bremen aufgespürt. (Symbolbild)  © Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa

Bei Sondierungen auf einer Baustelle im Stadtteil Walle wurde ein verdächtiger Gegenstand aus Metall entdeckt, teilte die Polizei am Montag mit.  

Der Verdacht: Es könnte sich um eine Weltkriegsbombe handeln. 

Das Objekt befinde sich in etwa fünf Meter Tiefe am Osterfeuerberger Ring in Höhe Dithmarscher Freiheit. 

Am Sonntagmorgen sollen sich Experten des Kampfmittelräumdienstes den Fund ansehen und begutachten. 

Sollte sich der Blindgänger-Verdacht bestätigen, muss der umliegende Bereich evakuiert werden. 

Je nach Größe der Bombe betrage der Radius des Sperrbezirks 300 oder 400 Meter. Nach ersten Schätzungen sind davon mehr als 10.000 Menschen betroffen. 

Diese Karten zeigen die möglichen Evakuierungsradien

Bürgertelefon ab Sonntag geschaltet

Der Kampfmittelräumdienst plant, die vermutete Bombe zu entschärfen. (Symbolbild)
Der Kampfmittelräumdienst plant, die vermutete Bombe zu entschärfen. (Symbolbild)  © David Young/dpa

Anwohner sollen sich auf Bitte der Polizei darauf einstellen, ab 9 Uhr ihre Wohnungen zu verlassen. Als Aufenthaltsort stehe die Halle 4 der Messe Bremen zur Verfügung. Hier muss coronabedingt eine Mund-Nasen-Bedeckung mitgebracht und getragen werden. 

Wer auf Medikamente angewiesen ist, sollte sie mitnehmen. Auch Verpflegung und Trinkwasser sollten eingepackt werden.

Betroffen von den Sicherheitsvorkehrungen sind in jedem Fall die Bahnstrecke zwischen Bremen und Hamburg sowie der Autobahnzubringer Überseestadt.

Daher kann es ab 7 Uhr auch Einschränkungen und Ausfälle bei Bahnen, Bussen und Straßenbahnen geben.

Die Polizei bittet kranke, nicht gehfähige Menschen, sich ab Donnerstag bei der Feuerwehr unter der Telefonnummer 0421 30303 zu melden. 

Für Auskünfte wird ab Sonntag 8 Uhr unter der Rufnummer 0421 3623895 ein Bürgertelefon geschaltet. Bereits jetzt gibt es unter 0421 3624491700 eine Bandansage mit den wichtigsten Informationen.

Erst nach der ersten Erkundung durch den Kampfmittelräumdienst wird die Polizei am Sonntagvormittag bekannt gegeben, ob evakuiert wird und wie groß der betroffene Bereich ist. 

Titelfoto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa

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