Fliegerbombe in Köln-Raderberg erfolgreich entschärft!

Köln - Am Montagmorgen ist bei Bauarbeiten in Köln-Raderberg eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden, die noch am heutigen Tag entschärft werden muss.

Die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdiensts der Bezirksregierung Düsseldorf konnten die Bombe entschärfen.
Die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdiensts der Bezirksregierung Düsseldorf konnten die Bombe entschärfen.  © Stadt Köln

Die Fliegerbombe - eine englische Fünf-Zentner-Bombe mit einem Aufschlagzünder - war laut der Stadt auf dem abgesperrten Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Köln-Bonntor entdeckt worden.

Zur Entschärfung des Blindgängers muss der Gefahrenbereich abgesperrt und evakuiert werden.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) und das Ordnungsamt seien bereits vor Ort, wie es hieß.

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Der vorläufige Gefahrenbereich sei vom KBD mit einem Radius von 500 Metern festgelegt worden.

Eine Karte mit dem endgültigen Evakuierungsbereich werde veröffentlicht, sobald der Radius feststehe.

"Wie viele Personen von Evakuierungen betroffen sein werden und wann der Blindgänger entschärft werden kann, steht noch nicht fest", so der Sprecher.

TAG24 hält Euch über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden.

Update, 18.19 Uhr: Blindgänger entschärft

Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg wurde erfolgreich entschärft. Die Experten konnten die 250-Kilogramm-Bombe um 18.06 Uhr sichern. Dies teilte ein Sprecher der Stadt Köln am Abend mit.

Sämtliche Sperrungen sollen schrittweise aufgehoben werden. Anwohner können anschließend wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Der Verkehr soll ebenfalls den Betrieb wieder aufnehmen.

Update, 17.45 Uhr: Freigabe zur Entschärfung

Dem Kampfmittelbeseitigungsdienst wurde um 17.39 Uhr die Freigabe zur Entschärfung erteilt, wie ein Sprecher mitteilte.

Update, 17.20 Uhr: Zweiter Rundgang beendet

Der zweite Klingelrundgang ist beendet. Dies teilte ein Sprecher der Stadt am Nachmittag mit.

Die Evakuierung sei friedlich und ohne besondere Vorkommnisse verlaufen.

Der Bahnverkehr im betroffenen Bereich soll jetzt unterbrochen werden. Auch die Sperrung des Luftraums wurde bei der Flugsicherung für 17.25 Uhr beantragt.

Danach könnte die Entschärfung durchgeführt werden.

60 Personen und ein Hund halten sich in der Anlaufstelle an der Sporthalle am Südstadion auf, hieß es.

Update, 16.30 Uhr: Zweiter Klingelrundgang dauert an

Der zweite Klingelrundgang beginnt in Kürze, teilte die Stadt Köln am Nachmittag gegen 16 Uhr mit.

Da das bewohnte Gebiet zwischen Vorgebirgsstraße, Rolandstraße, Bonner Straße und Bonner Wall dicht bewohnt sei, dauere die Evakuierung an.

Außerdem dauert die Evakuierung des Großmarktgeländes ebenfalls länger.

18 Krankentransporte stehen noch aus. Hinzu kämen neun Quarantäne-Transporte, die am Ende der Evakuierungsaktion durchgeführt werden sollen.

In der eingerichteten Anlaufstelle für Anwohner sind aktuell 33 Personen.

Das Ordnungsamt bitte, den Bereich großräumig zu umfahren.

Update, 12.49 Uhr: Rund 3000 Menschen von Evakuierung betroffen

Von der Evakuierung in Köln sind nach dem Bombenfund in Köln-Raderberg 3000 Menschen betroffen.
Von der Evakuierung in Köln sind nach dem Bombenfund in Köln-Raderberg 3000 Menschen betroffen.  © Stadt Köln

Wie ein Sprecher der Stadt am Mittag erklärte, sind rund 3000 Menschen von Evakuierung betroffen. Eine Anlaufstelle für evakuierte Anwohner wird derzeit in der Sporthalle am Südstadion (Vorgebirgsstraße 76, 50969 Köln, Zugang Klaus-Ulonska-Weg) eingerichtet.

In Kürze wird das Ordnungsamt mit dem ersten Klingelrundgang beginnen, wie es hieß. Alle Personen werden dann aufgefordert, den Evakuierungsbereich zu verlassen. Rund um den Bereich werden aktuell Straßensperren aufgebaut.

Im anschließenden zweiten Klingeldurchgang stellt das Ordnungsamt sicher, dass alle Personen den Evakuierungsbereich verlassen haben.

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Wenn dies der Fall ist und auch die Krankentransporte abgeschlossen sind, wird das Ordnungsamt die Freigabe zur Entschärfung geben. Der Zeitpunkt dafür stehe allerdings noch nicht fest.

Betroffene können sich bei Fragen unter 0221/221-0 ans Bürgertelefon der Stadt Köln wenden. Auch das Servicetelefon des Ordnungsdienstes und Verkehrsdienstes stehe für weitere Informationen unter der Rufnummer 0221/221-32000 zur Verfügung.

Von der Evakuierung sind insbesondere mehrere Schulen und Kitas sowie eine Einrichtung der Rheinenergie betroffen, teilte die Stadt mit.

Ebenso seien die KVB Bus-Linien 106, 132, 133 und 142 wegen der Sperrung eingeschränkt. Der Güter- und Bahnverkehr auf dem Streckennetz der Deutschen Bahn und der Luftraum werden für den Entschärfungszeitraum kurzfristig unterbrochen beziehungsweise gesperrt.

Aufgrund der Straßensperrungen sollte der gesamte Bereich großräumig umfahren werden: Die Bonner Straße wird zwischen Rolandstraße/Teutoburger Straße und der Marktstraße gesperrt. Der Bonner Wall wird zwischen Vorgebirgsstraße und Siegfriedstraße/Alteburger Wall gesperrt. Der Bischofsweg wird zwischen Vorgebirgsstraße und Kreuznacher Straße/Marktstraße gesperrt.

Die Vorgebirgsstraße und die Rolandstraße bleiben hingegen frei befahrbar.

Titelfoto: Stadt Köln

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