Bomben-Entschärfung am Freitag im Gallus: 2700 Menschen betroffen

Frankfurt am Main - Die Entschärfung einer 500 Kilogramm schweren Weltkriegsbombe am Freitag (5. Juni) wird das Leben am Frankfurter Messegelände für mehrere Stunden lahmlegen. Ab 8.30 Uhr fahren dort Busse und viele Bahnen nicht mehr. Straßen wie die Theodor-Heuss-Allee werden ab spätestens 9.00 Uhr gesperrt. 500 Meter rund um die Fundstelle wird das Gebiet evakuiert.

Karte mit dem Sperrbereich 500 Meter rund um die Fundstelle.
Karte mit dem Sperrbereich 500 Meter rund um die Fundstelle.  © Feuerwehr Frankfurt am Main

Die Feuerwehr Frankfurt, das Ordnungsamt und die Landespolizei haben am Donnerstag noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass alle Anwohner und Beschäftigte den Sperrbereich bis spätestens 9 Uhr morgens verlassen haben müssen.

"Der angedachte Zeitplan kann nur eingehalten werden, wenn alle mitmachen", sagt Feuerwehr-Sprecher Rainer Heisterkamp.

"Ob der Kampfmittel-Räumdienst zur geplanten Zeit mit der Entschärfung der Weltkriegs-Bombe anfangen kann und alle zeitig wieder in ihre Wohnungen oder an ihren Arbeitsplatz zurückkönnen, hängt schlicht davon ab, ob der Bereich auch bis 9 Uhr vollständig evakuiert ist. Ein pünktlicher Beginn ist wichtig."

Bei Bauarbeiten auf dem Messegelände war am vergangenen Dienstag (2. Juni) die 500 Kilogramm schwere US-Fliegerbombe entdeckt worden (TAG24 berichtete). Die Bombe ist für den Moment gesichert und in einer stabilen Lage, muss aber laut Kampfmittelräumdienst (KMRD) zügig unschädlich gemacht werden.

Der Zeitplan sieht vor, dass die Spezialisten vom KMRD für das Land Hessen am Freitag um 12 Uhr mit der eigentlichen Arbeit beginnen. Zuvor braucht die Polizei Zeit, um sicherzustellen, dass wirklich alle Menschen den Bereich verlassen haben.

Gegen 18 Uhr sollen die Sperrungen voraussichtlich aufgehoben werden

Bei Bauarbeiten auf dem Messegelände war am vergangenen Dienstag die 500 Kilogramm schwere US-Fliegerbombe entdeckt worden (Archivbild).
Bei Bauarbeiten auf dem Messegelände war am vergangenen Dienstag die 500 Kilogramm schwere US-Fliegerbombe entdeckt worden (Archivbild).  © 123RF/Julia Wuggenig

Betroffen von den Maßnahmen sind etwa 2700 Menschen.

Wer die Sperrzone nicht eigenständig verlassen kann und Hilfe braucht, kann sich im Vorfeld unter der eingerichteten Bürgertelefon-Rufnummer 069212111 melden oder sich online über http://www.feuerwehr-frankfurt.de registrieren.

Für Menschen im Evakuierungs-Bereich, die keine andere Aufenthalts-Möglichkeit haben, wird in der Messehalle 11 eine Betreuungs-Stelle eingerichtet. Diese ist ab 8 Uhr geöffnet. Aufgrund der Corona-Pandemie gelten hier die üblichen Regeln zu Abstand und Mund-Nasen-Schutz.

Menschen, die aktuell einer vom Gesundheitsamt verfügten Isolations- oder Quarantäne-Verfügung unterliegen, werden aufgefordert, sich unter der Telefon 06921244374 oder per E-Mail an info.infektiologie@stadt-frankfurt.de mit dem Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen und die Verfahrensweise der Evakuierung abzustimmen.

Weitere Infos erhaltet Ihr hier:

Wenn alles wie vorgesehen läuft, ist das Ende der Sperrungen bis 18 Uhr zu erwarten. 

Die Karte der Frankfurter Polizei mit allen Sperrungen während der Bomben-Entschärfung am Freitag.
Die Karte der Frankfurter Polizei mit allen Sperrungen während der Bomben-Entschärfung am Freitag.  © Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Update, 17.44 Uhr: Polizei kündigt weiträumige Verkehrs-Sperrungen an

Ab 9 Uhr werden große Bereiche für den Verkehr zum Teil komplett gesperrt sein.

Diese sind unter anderem:

  • A 648 stadteinwärts
  • Friedrich-Ebert-Anlage in beide Fahrtrichtungen
  • Theodor-Heuss-Allee in beide Fahrtrichtungen
  • Europa-Allee und Emser Brücke in beide Fahrtrichtungen
  • Senckenberganlage in Richtung Messe

Detaillierte Infos zu den Verkehrs-Sperren sind auf der Karte oben zu sehen. Hierbei gilt es zu beachten, dass die die EvakuierungsGgrenzen nicht immer mit den polizeilich notwendigen Sperrmaßnahmen übereinstimmen.

Im Bereich des Hauptbahnhofes, rund um die Messe und der Innenstadt kann es zu erheblichen Verkehrs-Behinderungen kommen.

Öffentliche Verkehrsmittel, wie Straßenbahn, Bus und U-Bahn rund um die Messe werden wegen der Verkehrssperr- und Evakuierungs-Maßnahmen eingestellt.

Titelfoto: Feuerwehr Frankfurt am Main

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