Entwarnung! Fliegerbombe in Hamburg entschäft

Hamburg - Bei Sondierungsarbeiten auf dem Gelände des Wasserwerks in Hamburg-Neugraben ist am Montag eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden.

Der Blindgänger konnte unschädlich gemacht werden.
Der Blindgänger konnte unschädlich gemacht werden.  © HamburgNews/Christoph Seemann

Es handele sich um einen 250 Kilo schweren Blindgänger, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Untersuchung durch den Kampfmittelräumdienst dauere noch an. 

Die Bombe, die in "rostigem Zustand" sei, sollte noch am Abend entschärft werden. Rund um den Fundort am Falkenbergsweg wurde ein Sperrradius von 300 Metern eingerichtet. Etwa 570 Menschen, darunter auch die Bewohner eines Hochhauses, waren aufgefordert, den Gefahrenbereich zu verlassen. Linienbusse wurden umgeleitet.

Die Bombe sei bei routinemäßigen Untersuchungen auf einer Fläche entdeckt worden, auf der eine neue Garage gebaut werden soll, sagte der Sprecher.

Update, 31. August, 20.02 Uhr: Entschärfung komplex und gefährlich

Die Feuerwehr gab via Twitter an, es handle sich - anders als zunächst berichtet - nicht um eine amerikanische oder englische, sondern um eine deutsche Bombe. 

Die Entschärfung werde "sehr komplex und gefährlich". 

Update, 1. September, 6.28 Uhr: Blindgänger entschärft

Nach rund vier Stunden konnte die Bombe gegen 4.45 Uhr entschärft werden. Die zwei Zünder wurde gesprengt, der unschädlich gemachte Blindgänger konnte danach weggebracht werden. 

Rund 570 Menschen mussten die Nacht außerhalb ihrer Wohnung in einer Notunterkunft verbringen, da sie im Gefahrenbereich wohnten. 

Die Entschärfung sei für den Kampfmittelräumdienst eine sehr gefährliche Sache gewesen. Die Spezialisten kennen sich mit englischen und amerikanischen Bomben aus, aber nicht mit solchen aus Nazi-Deutschland. Gerade in der Bauart unterscheiden sich die Waffen wesentlich. 

Der Blindgänger sei wohl der erste Deutsche gewesen, den der Kampfmittelräumdienst in Hamburg unschädlich gemacht habe, schrieb die Feuerwehr.

Titelfoto: HamburgNews/Christoph Seemann

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