Tausende Menschen können aufatmen: Fliegerbombe nahe Hamburg entschärft!

Aktualisiert: 26. November, 14.53 Uhr

Oststeinbek - Für Tausende Menschen im Kreis Stormarn bei Hamburg begann der Freitag mit einer Evakuierung. Wegen einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg mussten sie ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

Dieser Blindgänger schlummerte Jahrzehnte in der Erde und wurde am Freitag entschärft.
Dieser Blindgänger schlummerte Jahrzehnte in der Erde und wurde am Freitag entschärft.  © Screenshot/Twitter/SH_Polizei

Betroffen waren etwa 5000 Einwohner von Oststeinbek und dem benachbarten Glinde, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Auf einem Feld zwischen den beiden Orten lag eine 250 Kilogramm schwere englische Fliegerbombe.

Bis 7.30 Uhr mussten alle Gebäude in einem Gefahrenbereich von 1000 Meter um den Fundort geräumt sein (das genaue Gebiet seht Ihr auf dieser Karte und weiter unten im eingebetteten Tweet).

Doch es kam zu Verzögerungen, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Grund dafür waren pflegebedürftige Menschen, deren Transport mehr Zeit in Anspruch nahm als geplant. Außerdem hatten nicht alle Anwohner rechtzeitig den Sperrbereich verlassen.

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Dadurch begann die Entschärfung nicht wie geplant um 10 Uhr, sondern erst um 11.30 Uhr. Gegen 12.20 Uhr hatte der Kampfmittelräumdienst den Blindgänger entschärft. Der Detonator wurde dabei auf dem Feld gesprengt.

Danach konnten alle Anwohner zurück in ihre Häuser. Die Polizei war mit 110 Beamten im Einsatz, weitere 235 Mitarbeiter kamen von Feuerwehr, Rettungsdienst, THW, Ordnungsämter der Stadt Glinde und der Gemeinde Oststeinbek sowie der Kampfmittelräumdienst zusammen.

Dieses Gebiet ist von der Evakuierung betroffen

So sehen Bombe und Zünder aus

Bürgertelefone geschaltet

Als Notunterkunft standen während dieser Zeit die Walter-Ruckert-Sporthalle in der Straße Meessen 32 in Oststeinbek sowie die Sporthalle der Grundschule Tannenweg im Tannenweg 10 in Glinde allen offen, die nicht bei Familienangehörigen oder Freunden unterkommen konnten.

Für Fragen wurden Bürgertelefone eingerichtet. Bürger aus Oststeinbek erhalten Informationen unter den Rufnummern 040 - 713 003 74, 040 - 713 003 38 oder 040 - 713 003 63. In Glinde ist das Bürgertelefon unter der Nummer 040 / 710 02 700 ab 6 Uhr erreichbar.

Die Polizei wies in ihrer ersten Mitteilung ausdrücklich darauf hin, dass alle Menschen den Gefahrenbereich verlassen müssen. Daher bittet sie die Bürger auch darum, dort wohnende Nachbarn und Freunde zu informieren.

Titelfoto: Screenshot/Twitter/SH_Polizei

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