Unter dem Spielfeld begraben: Blindgänger im Stadion von Monheim gesprengt

Monheim am Rhein – Im Stadion von Monheim am Rhein (Kreis Mettmann) sind unter dem Spielfeld zwei Bomben-Blindgänger entdeckt und am Nachmittag entschärft worden.

Die Blindgänger konnten entschärft und abtransportiert werden.
Die Blindgänger konnten entschärft und abtransportiert werden.  © Patrick Schüller

In einem Radius von 400 Metern um die Fundstelle müssten vor der anstehenden Entschärfung bis zu 2200 Menschen evakuiert werden, teilte die Stadt Monheim am Mittwoch mit.

Weitere 2400 Menschen sollen sich in geschlossenen Räumen aufhalten.

Seit 10 Uhr gehen Evakuierungsteams von Haus zu Haus.

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Die Entschärfung war für den Mittag vorgesehen. Busse mehrerer Linien mussten den Bereich umfahren.

Entdeckt wurden die beiden Sprengkörper bei Boden-Sondierungen vor der geplanten Sanierung des Jahnstadions.

Im Zweiten Weltkrieg war Monheim bei Düsseldorf wegen der dort angesiedelten Mineralölwerke mehrfach das Ziel schwerer Luftangriffe.

Die Auswertung von Luftbildern, die nach den Luftangriffen gemacht wurden, hatte zwei Verdachtspunkte ergeben.

Bei näherer Untersuchung vor Ort habe sich der Verdacht bestätigt.

Update, 15.50 Uhr: Blindgänger entschärft, Zünder gesprengt

Die zwei Fliegerbomben im Stadion sind freigelegt und entschärft worden. Experten des Kampfmittelräumdienstes konnten die Zünder aus den Bomben entfernen und in einigem Abstand kontrolliert sprengen, berichtete Monheims Stadtsprecher Thomas Spekowius.

Danach wurden sämtliche Maßnahmen wie Straßensperrungen aufgehoben und die Bomben abtransportiert.

Es handelte sich um zwei je 250 Kilogramm schwere britische Fliegerbomben mit Heckaufschlagzünder. Sie waren in 1,6 und 2,2 Meter Tiefe unter dem Spielfeld entdeckt worden.

Titelfoto: Patrick Schüller

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