Fliegerbombe in Hannover gesprengt: Tausende mussten Wohnungen verlassen

Hannover - Der Kampfmittelräumdienst hat in Hannover insgesamt vier Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht.

Einsatzfahrzeuge vom Kampfmittelräumdienst stehen an der Fundstelle in Hannover.
Einsatzfahrzeuge vom Kampfmittelräumdienst stehen an der Fundstelle in Hannover.  © Swen Pförtner/dpa

Eine der Bomben musste am Sonntag vor Ort kontrolliert gesprengt werden, teilte die Feuerwehr mit. Sie sei für eine Entschärfung im Laufe der Jahre zu stark beschädigt gewesen.

Vorher konnten zwei britische Fünf-Zentner-Bomben und eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe entschärft werden. Eine ebenfalls dort gefundene Brandbombe war leer und musste nicht entschärft werden.

Der Kampfmittelräumdienst hatte auf Luftaufnahmen einer Baustelle, auf der ein Wertstoffzentrum entstehen soll, die verdächtigen Objekte entdeckt. Bei solchen größeren Baustellen wird im Vorfeld immer überprüft, ob sich dort möglicherweise Blindgänger im Boden befinden.

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Ab 9 Uhr am Sonntagmorgen mussten rund 8750 Menschen in den Stadtteilen Misburg-Süd, Misburg-Nord und Anderten ihre Wohnungen verlassen.

Die Stadt Hannover stellte zwei Sporthallen als Aufenthaltsraum zur Verfügung. Rund 245 Anwohner nahmen das Angebot an. Die Arbeiten an den Bomben begann kurz nach 12 Uhr. Um 17.20 Uhr konnte die letzte Bombe, ebenfalls eine britische Fünf-Zentner-Bombe, erfolgreich gesprengt werden.

Nachdem der Sprengbereich durch die Einsatzkräfte überprüft wurde, konnten alle Anwohner wieder nach Hause zurückkehren.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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