3000 Anwohner müssen ihre Häuser verlassen: Weltkriegsbombe wird in Potsdam entschärft

Potsdam - In der Potsdamer Innenstadt wird am Mittwoch eine 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe entschärft.

In der Potsdamer Innenstadt wurde am Mittwoch eine Weltkriegsbombe entschärft.
In der Potsdamer Innenstadt wurde am Mittwoch eine Weltkriegsbombe entschärft.  © dpa/Bernd Settnik

Ab 8 Uhr müssen rund 3000 Anwohner im Sperrkreis von etwa 800 Metern rund um den Fundort des Blindgängers in der Heinrich-Mann-Allee unweit des Hauptbahnhofs Häuser und Wohnungen verlassen.

Menschen, die sich dennoch unerlaubt in dem Radius aufhalten, droht nach Angaben der Stadt eine Anzeige und ein Bußgeld in Höhe von bis zu 5000 Euro. Für die betroffenen Anwohner stehe eine Turnhalle am Biesamkiez bereit.

Im Sperrgebiet befinden sich unter anderem die Staatskanzlei sowie mehrere Ministerien und Landesämter, die Bundespolizei, ein Pflegeheim, das Humboldt-Gymnasium sowie zwei Kitas.

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Auf den Tram-Linien 91, 92, 93, 96, 98 und der Buslinie 690 kommt es ab 8 Uhr nach Angaben der Stadtwerke Potsdam zu Einschränkungen. S-Bahnen sowie Züge sind laut Stadt nicht betroffen. Etwa 300 Helferinnen und Helfer, darunter das Ordnungsamt, Polizisten und Feuerwehren, sind im Einsatz.

Der Blindgänger, der am Montag bei Bauarbeiten entdeckt wurde, ist die 205. Bombe mit mindestens 100 Kilogramm seit dem Jahr 1990 in Potsdam.

Um 12.20 Uhr konnten die Sperrungen aufgehoben werden.
Um 12.20 Uhr konnten die Sperrungen aufgehoben werden.  © dpa/Bernd Settnik

Update, 12.30 Uhr: Die 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe in der Potsdamer Innenstadt ist entschärft worden. "Seit 12:20 Uhr sind alle Sperrungen rund um den Fundort aufgehoben", teilte die Stadt am Mittwoch auf Twitter mit. Etwa 3000 Menschen mussten am Vormittag ihre Häuser und Wohnungen verlassen, auch die Staatskanzlei, mehrere Ministerien, Landesämter, die Bundespolizei, ein Pflegeheim, das Humboldt-Gymnasium und zwei Kitas befinden sich in dem rund 800 Meter großen Sperrkreis rund um den Fundort der Bombe auf einem ehemaligen Tramdepot in der Heinrich-Mann-Allee unweit des Hauptbahnhofs.

Titelfoto: dpa/Bernd Settnik

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