Ärger wegen 40 Impf-Vordränglern in NRW: Verwaltung räumt Fehler ein

Schwelm – Bitte nicht vordrängeln! Im Impfzentrum in Ennepetal und im "Drive in"-Impfzentrum in Schwelm haben insgesamt 40 Personen ihre Coronaschutz-Impfung erhalten, obwohl sie nach der Priorisierung noch nicht an der Reihe gewesen wären.

In einem "Drive in"-Impfzentrum in Schwelm sind 25 Menschen gegen Corona geimpft worden, obwohl sie streng genommen noch nicht an der Reihe waren. (Symbolbild)
In einem "Drive in"-Impfzentrum in Schwelm sind 25 Menschen gegen Corona geimpft worden, obwohl sie streng genommen noch nicht an der Reihe waren. (Symbolbild)  © Friso Gentsch/dpa

Das teilte die zuständige Kreisverwaltung am Donnerstag in Schwelm mit. Krisenstabsleiter Michael Schäfer begründete dies damit, dass "die vor Ort beschäftigten Mitarbeiter geschützt werden" sollten.

"Insbesondere in den letzten Tagen hatten wir am Impfzentrum verstärkt mit aggressiv auftretenden und nicht impfberechtigten Bürgern zu tun", sagte Schäfer weiter.

Zudem seien aufgrund von nicht wahrgenommenen Terminen ausreichend Impfdosen übrig gewesen, um neben den Impfberechtigten mit Termin sowie Bürgern von der Reserveliste diese Personen zu impfen.

Auf Nachfrage des Impfzentrums habe die Krisenstabsleitung entschieden, die Impfungen zuzulassen - am Ende waren es 15 in Ennepetal und 25 in Schwelm.

Rückblickend räumte die Kreisverwaltung ein, dass die Entscheidung zwar gut gemeint, aber falsch gewesen sei. Die Priorisierungsstufen hätten nicht außer Acht gelassen werden dürfen.

Kreisverwaltung zeigt sich einsichtig: "Unmut ist verständlich"

"Damit verbundener Unmut ist verständlich. In der heutigen Krisenstabssitzung haben wir daher für die Zukunft unmissverständlich geklärt, dass sich ein solcher Fall unabhängig von der jeweiligen Situation nicht wiederholen wird", hieß es in der Mitteilung.

An den beiden Zentren waren am Mittwoch nach 17.30 Uhr Bürgerinnen und Bürger erschienen, die angaben, im Radio gehört zu haben, dass dort für den Rest des Tages ohne Termin und ohne Blick auf die Priorisierungsstufen geimpft werde.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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