Bald ist die Hälfte aller Europäer geimpft! Hoffnung auf Reisen steigt

Brüssel (Belgien) - Die Europäische Union zieht an, was das Impfen angeht: Schon in wenigen Tagen soll fast jeder zweite erwachsene Europäer zumindest eine Spritze gegen Corona bekommen haben.

Beim EU-Sondergipfel berieten die Regierungschefs zusammen mit Kommissionschefin Ursula von der Leyen (62, CDU).
Beim EU-Sondergipfel berieten die Regierungschefs zusammen mit Kommissionschefin Ursula von der Leyen (62, CDU).  © John Thys/Pool AFP/AP/dpa

Rasche Fortschritte bei Corona-Impfungen zeichnen sich ab in der EU. Bis Ende Mai sollen 170 Millionen Europäer zumindest einmal geimpft sein.

Das sind knapp die Hälfte der Erwachsenen in der Europäischen Union, wie Kommissionschefin Ursula von der Leyen (62, CDU) am Dienstag beim EU-Gipfel in Brüssel berichtete.

Die Impfstoff-Menge soll innerhalb der nächsten Wochen in den verschiedenen Mitgliedsstaaten weiter kräftig zunehmen. Mit diesen Erfolgen steigt die Hoffnung auf weitere baldige Lockerungen und unbeschwertes Reisen.

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Am Dienstag beriet der EU-Gipfel über die Corona-Pandemie. Von der Leyen präsentierte den Staats- und Regierungschefs die jüngsten Zahlen zur Impfkampagne.

Bis 30. Mai würden in der EU etwa 300 Millionen Dosen Corona-Impfstoff ausgeliefert und davon 245 Millionen Dosen verabreicht sein, teilte die Kommissionschefin dann auch auf Twitter mit.

Im zweiten Quartal von April bis Juni sollen insgesamt 413 Millionen Impfdosen der Hersteller BioNTech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca und Johnson & Johnson in der EU ankommen, im dritten Quartal von Juli bis Ende September sogar 529 Millionen Dosen.

Von der Leyen bekräftigte das Ziel ausgegeben, bis Ende Juli mindestens 70 Prozent der Erwachsenen in der EU zumindest einmal gegen Covid-19 zu impfen.

Deutschland will Impfdosen spenden

Volleyballspielen mit den Freunden am Strand von Mallorca - bald wieder ohne Einschränkungen möglich?
Volleyballspielen mit den Freunden am Strand von Mallorca - bald wieder ohne Einschränkungen möglich?  © John-Patrick Morarescu/ZUMA Wire/dpa

Im Entwurf der Gipfelerklärung hieß es, die Impferfolge machten schrittweise Öffnungen wieder möglich.

Dennoch sei wegen der Virusvarianten Wachsamkeit gefordert. Die 27 Staaten geloben laut Entwurf erneut ein koordiniertes Vorgehen.

Sie betonten, dass sie sich auf ein digitales Covid-Zertifikat als Nachweis für Impfungen, Tests oder eine überstandene Infektion geeinigt hatten. Gefordert sei nun eine rasche Änderung der Reiseempfehlungen innerhalb der EU.

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Für die Erklärung zeichne sich breite Unterstützung ab, hieß es am Vormittag aus EU-Kreisen. Dies gelte auch für die geplante Spende von mindestens 100 Millionen Impfdosen an ärmere Länder bis zum Jahresende.

Deutschland hatte bereits erklärt, bei der Spendenaktion mitzumachen. Schweden und Dänemark erklärten am Dienstag, sie wollten jeweils drei Millionen Impfdosen bereitstellen.

Als zweites großes Thema stand am Dienstag der Klimaschutz auf dem Gipfelplan. Die EU will nach jüngsten Plänen bis 2030 den Ausstoß von Klimagasen im Vergleich zu 1990 um mindestens 55 Prozent senken. Über den Weg dorthin sind sich die 27 Staaten jedoch uneins. Mitte Juli will die EU-Kommission konkrete Vorschläge vorlegen.

Titelfoto: John-Patrick Morarescu/ZUMA Wire/dpa

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