Biontech-Gründer Sahin: "Das ist der Beginn einer Ära für mRNA-Therapeutika"

Frankfurt am Main - Die Entwickler des Biontech-Corona-Impfstoffs erwarten, dass mit der dabei eingesetzten mRNA-Technologie bald weitere Krankheiten bekämpft werden können.

Biontech-Gründer Ugur Sahin (56) geht davon aus, dass mit der bei Covid-19 erfolgreich eingesetzten mRNA-Technologie bald weitere Krankheiten bekämpft werden.
Biontech-Gründer Ugur Sahin (56) geht davon aus, dass mit der bei Covid-19 erfolgreich eingesetzten mRNA-Technologie bald weitere Krankheiten bekämpft werden.  © dpa/Andreas Arnold

"Wir glauben, dass wir eine Reihe von Erfolgen sehen in den nächsten fünf bis zehn Jahren", sagte Biontech-Gründer Ugur Sahin (56) am Montag in Frankfurt.

Zusammen mit seiner Frau Özlem Türeci (55) und ihrer Kollegin Katalin Karikó (67) erhält der Mainzer in diesem Jahr den Paul Ehrlich-und-Ludwig Darmstaedter-Preis.

Die Übergabe der mit 120.000 Euro dotierten Auszeichnung an das Biontech-Trio war für Montagabend in der Frankfurter Paulskirche geplant. Der Paul Ehrlich-und-Ludwig Darmstaedter-Preis ist einer der renommiertesten Medizinpreise Deutschlands.

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Dass es in nur zehn Monaten gelang, einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu entwickeln, habe einen großen Einfluss auf die Medizin, sagte Sahin: "Der Erfolg ist der Beginn einer Ära für mRNA-Therapeutika."

Bereits getestet werde diese Technologie gegen diverse Infektionskrankheiten und gegen Krebs. Denkbar sei aber auch die Behandlung von Autoimmun- oder Herzmuskelkrankheiten.

Titelfoto: dpa/Andreas Arnold

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