Biontech mit mRNA-Technik für Deutschen Zukunftspreis nominiert

München - Das Mainzer Unternehmen Biontech, das gemeinsam mit dem US-Pharmariesen Pfizer einen der weltweit ersten Coronavirus-Impfstoffe auf den Markt gebracht hat, ist für den Deutschen Zukunftspreis 2021 nominiert.

Ugur Sahin (56, l.) und Özlem Türeci (54), die Gründer des Corona-Impfstoff-Entwicklers Biontech, könnten einen Preis einheimsen.
Ugur Sahin (56, l.) und Özlem Türeci (54), die Gründer des Corona-Impfstoff-Entwicklers Biontech, könnten einen Preis einheimsen.  © Reinhard Krause/Deutsches Museum/dpa

Weitere für den prestigeträchtigen Preis nominierte Teams haben eine neuartige Technik für bessere Computertomographie-Bilder entwickelt und alternativen Kautschuk hergestellt.

Die drei Forscherteams stellten ihre Entwicklungen am Mittwoch im Deutschen Museum in München vor. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verleiht die mit 250.000 Euro dotierte Auszeichnung am 17. Dezember in Berlin. Sie zählt zu den wichtigsten Wissenschaftspreisen in Deutschland.

Die von Biontech beim Corona-Impfstoff bereits angewendete mRNA-Technik könnte, so die Hoffnung, künftig gegen viele weitere Krankheiten eingesetzt werden, etwa gegen Krebs oder Autoimmunleiden.

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Es öffne sich eine "Tür zu einer neuen therapeutischen Welt", sagte Biontech-Mitgründer Ugur Sahin (56).

Drei Kandidaten für den Deutschen Zukunftspreis 2021

Einen Fortschritt bei der Diagnostik auch bei Corona-Infektionen verspricht eine neue CT-Technik. Ein quantenzählender Computertomograf, entwickelt von der Siemens Healthineers AG in Forchheim, biete bei 40 Prozent weniger Strahlen- und Kontrastmitteldosis doppelt so scharfe Bilder und eine feinere Gewebecharakterisierung, berichteten die Bewerber.

Das dritte Projekt betrifft die Produktion eines alternativen Kautschuks aus Russischem Löwenzahn als ökologisch verträgliche Alternative. Forscher der Universität Münster und des dortigen Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Oekologie IME entwickelten robuste Pflanzen für eine hohe Ausbeute. Die Reifen, produziert beim Hersteller Continental in Hannover, hätten vergleichbare Eigenschaften wie herkömmliche Produkte.

Titelfoto: Reinhard Krause/Deutsches Museum/dpa

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