Bis zu 2500 Impfungen pro Woche im Hamburger Kinderimpfzentrum

Hamburg - Bis zu 2500 Impfungen pro Woche soll das neue zentrale Kinderimpfzentrum in Hamburg künftig an Fünf- bis Elfjährige verabreichen.

Impfkabinen aus bunten Stellwänden sind im Kinderimpfzentrum in der Pasmannstraße zu sehen. Ab dem 16. Dezember können Eltern in Hamburg ihre Kinder zwischen fünf und elf Jahren auch im Kinderimpfzentrum gegen Corona impfen lassen.
Impfkabinen aus bunten Stellwänden sind im Kinderimpfzentrum in der Pasmannstraße zu sehen. Ab dem 16. Dezember können Eltern in Hamburg ihre Kinder zwischen fünf und elf Jahren auch im Kinderimpfzentrum gegen Corona impfen lassen.  © Christian Charisius/dpa

Ab Donnerstag werde das gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH) betriebene Zentrum in der Pasmannstraße in der Nähe des Michels seinen Betrieb aufnehmen, sagte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (44, SPD) am Montag bei einem Besuch in der mit Spielecke ausgestatteten Einrichtung.

Kinderärzte sollen sich dort um die kleinen Patienten kümmern.

Priorisiert sollen dort - wie von der Ständigen Impfkommission (Stiko) empfohlen - Kinder mit Vorerkrankungen geimpft werden. Bei "starkem Impfwunsch" der Eltern und nach Beratung durch einen Arzt seien aber auch andere Kinder impfberechtigt.

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Vor allem Eltern, die nicht über einen Kinderarzt an eine Impfung für ihre Kinder kommen, sollten versorgt werden. Voraussetzung sei in jedem Fall ein Termin. Ab Mittwoch könnten über das Terminbuchungsportal der KVH Impftermine gebucht werden, sagte die Senatorin.

In Hamburg kämen etwa 110.000 Kinder zwischen fünf und elf Jahre für eine Impfung in Betracht. Die ersten von 30.000 in einer ersten Tranche für Hamburg bestimmten Dosen des speziell für Kinder hergestellten Impfstoffs von Biontech/Pfizer würden am Mittwochabend erwartet.

Weitere würden "früh im nächsten Jahr" folgen, sagte Leonhard.

Knappes Viertel der Ärzte haben sich zur Teilnahme an der Corona-Impfkampagne bereiterklärt

Zwei Drittel des Impfstoffs werde an die städtischen Angebote gehen, sagte Leonhard. Neben dem Kinderimpfzentrum sind das ab Donnerstag zunächst die Kinderkliniken des UKE und der Heidberg Klinik. Die anderen vier Kinderkliniken würden sukzessive in das Impfprogramm einsteigen.

Ein Drittel des Impfstoffs werde an die niedergelassenen Kinderärzte ausgegeben, die "erste Anlaufstelle" für interessierte Eltern sein sollten, sagte Leonhard. In einer Umfrage ihrer Behörde hatte sich allerdings nur ein knappes Viertel der Ärzte zur Teilnahme an der Corona-Impfkampagne für Fünf- bis Elfjährige bereiterklärt.

Hauptgrund dafür sei, dass in den Praxen aufgrund der saisonalen Atemwegserkrankungen derzeit sehr viel los sei, sagte Leonhard.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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