Bodo Ramelow will sich Krisen-Impfstoff spritzen lassen: "Lasse mich mit AstraZeneca impfen"

Erfurt - Nach der Hammer-Meldung um den Corona-Impfstoff von AstraZeneca hat sich Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) zu Wort gemeldet und das Serum verteidigt.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) will sich mit AstraZeneca impfen lassen.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) will sich mit AstraZeneca impfen lassen.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

"Meine Meinung zu AstraZeneca ist klar und eindeutig: wenn ich darf und dran bin, lasse ich mich unverzüglich mit AstraZeneca impfen. Ich bin über 65 und werde mich unverzüglich melden, aber nicht vordrängeln. Wenn ich darf, dann gilt für mich: Ärmel hoch! Impfen, Impfen, Impfen!", schrieb der Regierungschef am Dienstag auf seinem Twitterprofil.

Damit machte der 65-Jährige unmissverständlich klar: Er steht hinter dem Serum und hat vollstes Vertrauen in den Impfstoff.

Das Vakzin des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca hat aufgrund von mehreren Impfstopps deutlich an Vertrauen eingebüßt.

Bereits Mitte März wurden die Impfungen von AstraZeneca vorübergehend ausgesetzt und anschließend wieder aufgenommen. Am Dienstag setzten dann mehrere Bundesländer erneut die Spritzen mit dem Serum aus. In Thüringen liefen die Impfungen am Dienstag vorerst weiter.

Zuvor hatte auch die Ständige Impfkommission (Stiko) empfohlen, das Vakzin nur noch an über 60-Jährige zu verimpfen und begründete diese Entscheidung mit "seltenen, aber sehr schweren Nebenwirkungen", die nach der Impfung auftreten können. Die Rede ist dabei von schweren Thrombose-Nebenwirkungen bei jüngeren Geimpften - vor allen bei Frauen.

Bodo Ramelow macht sich für AstraZeneca stark

Ob die Worte von Bodo Ramelow das Vertrauen in das Vakzin stärken? Zumindest ab dem heutigen Mittwoch wird es auch in Thüringen erstmal keine weiteren Impfungen mit AstraZeneca geben. Laut Kassenärztlicher Vereinigung (KV) soll dies jedoch nicht an den Komplikationen des Impfstoffes liegen.

Die im Freistaat vorhandenen Dosen seien schlichtweg alle, heißt es.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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