Am Montag: Thüringen erhält fast 5000 Dosen Johnson & Johnson

Erfurt - Der Freistaat Thüringen kann nach Angaben des Gesundheitsministeriums am Montag mit 4800 Impfdosen des Herstellers Johnson & Johnson rechnen.

Eine Ampulle und eine Verpackung des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson steht auf einem Tisch. Laut Gesundheitsministerium soll Thüringen am Montag 4800 Dosen des Herstellers erreichen.
Eine Ampulle und eine Verpackung des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson steht auf einem Tisch. Laut Gesundheitsministerium soll Thüringen am Montag 4800 Dosen des Herstellers erreichen.  © Mary Altaffer/AP/dpa

Wie andere Bundesländer auch, gedenke Thüringen den Impfstoff von Johnson & Johnson für Impfangebote in der Wohnungs- und Obdachlosenhilfe einzusetzen, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Freitag. "Die Dosen sind fest verplant."

Im Freistaat gehören obdach- und wohnungslose Menschen gemäß der Coronavirus-Impfverordnung des Bundes zur zweiten Gruppe der Impfberechtigten. Impfungen von "Personen, die insbesondere in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen oder in sonstigen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe oder in Frauenhäusern untergebracht oder tätig sind", haben somit eine hohe Priorität.

Die Impfungen in den Einrichtungen seien in Planung, bis die vulnerablen Gruppen mit den Dosen geimpft werden könnten, brauche es aber noch ein bisschen Vorbereitung.

Impfstoff für Kinder unter zwölf: Spahn verrät, wann es losgehen könnte
Corona Impfstoff Impfstoff für Kinder unter zwölf: Spahn verrät, wann es losgehen könnte

"Wir werden dann nicht sofort nächste Woche starten können", erklärte die Sprecherin.

Johnson & Johnson: Eine Spritze reicht aus

"Ein Hauptproblem in dem Bereich ist sicherlich immer die Erreichbarkeit", betonte sie. Daher sei vor allem der Einsatz mobiler Teams in Einrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften angedacht. Der tatsächliche Bedarf an Impfdosen für Menschen ohne Wohnung in Thüringen blieb zunächst offen.

Der Impfstoff von Johnson & Johnson biete sich für diese Personengruppe an, da der vollständige Impfschutz laut Hersteller bereits mit einer Injektion erreicht werde.

Erst am Dienstag hatte die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) nach erneuter Prüfung grünes Licht für die Markteinführung des US-Präparats in Europa gegeben.

Titelfoto: Mary Altaffer/AP/dpa

Mehr zum Thema Corona Impfstoff: