Coronavirus in Berlin: Veranstaltungen im Freien mit bis zu 1000 Personen möglich

Berlin/Potsdam - Das Coronavirus hat Deutschland wieder fest im Griff: Auch und besonders vor der Hauptstadt macht die Pandemie nicht halt.

Viele Gäste sitzen an Pfingstsonntag im Prater, einem Biergarten in Mitte.
Viele Gäste sitzen an Pfingstsonntag im Prater, einem Biergarten in Mitte.  © Annette Riedl/dpa

Seit Pandemiebeginn sind in Berlin nun 179.754 Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Innerhalb von 24 Stunden kamen 24 neue Fälle hinzu. Bislang sind 3529 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. (Stand 16. Juni)

Durch den zuletzt starken Rückgang der Corona-Infektionszahlen können sich Berliner früher als geplant über weitere Lockerungen freuen. Teile des Mitte Mai vereinbarten Stufenplans werden vorgezogen.

Impfstoff-Pleite: Wird die Wirksamkeit von Curevac doch noch besser?
Corona Impfstoff Impfstoff-Pleite: Wird die Wirksamkeit von Curevac doch noch besser?

Ab Freitag (4. Juni) dürfen Kneipen und Restaurants in Berlin wieder ihre Innenräume für Gäste mit negativem Test öffnen. Draußen geht's auch ohne Test. Das gilt auch für das Einkaufen in den Geschäften und für das Freibad.

Erlaubt sind Veranstaltungen im Freien mit bis zu 500 Teilnehmern. Drinnen sollen es maximal 100 Menschen sein. Auch private Treffen sind künftig wieder mit mehr Menschen zugelassen.

Nach der erfolgreichen Klage von zwei Grundschülern gegen das Wechselmodell kehren die Schulen am 9. Juni für die zwei Wochen bis zu den Sommerferien wieder zum regulären Unterricht zurück. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) forderte dafür tägliche Tests. Ab dem 11. Juni dürfen zudem die Hotels wieder Touristen aufnehmen.

Bürgermister Michael Müller (56, SPD) betonte, durch das Impfen seien viele Menschen geschützt. "Aber die Inzidenzen machen deutlich: wir haben die Pandemie noch nicht besiegt."

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Alle Informationen rund um die aktuellen Entwicklungen in Berlin und Brandenburg findet Ihr im Liveticker:

Update, 17. Juni, 11.47 Uhr: 16.000 Bußgeldverfahren wegen Verstosses gegen Corona-Verordnungen

Brandenburgs Kommunen haben seit Ende März vergangenen Jahres rund 16.000 Bußgelder im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verhängt. Dadurch nahmen die Landkreise und kreisfreien Städte rund 1,2 Millionen Euro ein, wie aus der Antwort des Sozialministeriums in Potsdam auf eine Anfrage aus der CDU-Landtagsfraktion hervorgeht.

Die Staatsanwaltschaften leiteten rund 800 Ermittlungs- und Ordnungswidrigkeitsverfahren nach Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz und Verwaltungsvorschriften zur Eindämmung der Pandemie ein. Auf insgesamt etwa 9100 Euro summierten sich die verhängten Geldstrafen und Bußgelder.

Die meisten Bußgelder wurden den Angaben zufolge in Potsdam ausgesprochen - bei 2125 Verfahren. An zweiter Stelle folgte mit 1653 Verfahren der Landkreis Barnim. Mit nur 35 Bußgeldverfahren rangierte der Landkreis Potsdam-Mittelmark an letzter Stelle.

Zu den geahndeten Delikten gehören neben Verstößen gegen Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes und gegen Hygienevorschriften der Corona-Verordnungen auch fehlende oder falsche Dokumentationen von Covid-19-Schutzimpfungen.

Update, 17. Juni, 11.44 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg sinkt auf 5,2

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen in Brandenburg sinkt weiter. Es sei ein Wert von 5,2 ermittelt worden, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit (Stand: 17. Juni, 00.00 Uhr). Am Mittwoch betrug die Zahl neuer Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen 6,0, am Dienstag 6,2 und am Montag 6,6.

Den höchsten Wert verzeichneten die kreisfreie Stadt Cottbus mit 15 und der Landkreis Teltow-Fläming mit 13,5. Derzeit laufen in einigen Landkreisen Datenbereinigungen. Dabei handelt es sich jedoch meist um Fälle, die länger zurückliegen und nicht den Wert der Datenbereinigung betreffen. Die Gesundheitsämter meldeten landesweit 3 neuen Corona-Fälle, am Mittwoch waren es 17 und am Dienstag 32. Die Zahl der Infizierten und Erkrankten lag bei schätzungsweise 500.

Update, 16. Juni, 13.41 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg sinkt auf 6

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen ist in Brandenburg auf einen Wert von 6 gesunken. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Am Dienstag betrug die Zahl neuer Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen 6,2, am Montag 6,6. Den höchsten Wert verzeichnete der Landkreis Teltow-Fläming mit 14,7, den niedrigsten der Landkreis Prignitz mit 1,3.

Die Gesundheitsämter meldeten landesweit 17 neue Corona-Fälle, am Dienstag waren 32 angegeben worden. Die Diskrepanz wurde mit umfangreichen Datenbereinigungen in einigen Landkreisen begründet. Die Zahl der Infizierten und Erkrankten lag bei schätzungsweise 700.

Update, 16. Juni, 8.27 Uhr: Weiter sinkende Corona-Zahlen in Berlin

Die Corona-Zahlen gehen in Berlin weiter zurück. In den vergangenen sieben Tagen infizierten sich je 100.000 Einwohner 12,2 Menschen, wie das Robert Koch-Institut am Mittwoch mitteilte. Am Vortag lag die Sieben-Tag-Inzidenz noch bei 13,6.

Nach Angaben des Instituts gab es innerhalb von 24 Stunden 24 Neuinfektionen sowie 9 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

Knapp 180 000 Berlinerinnen und Berliner haben sich seit Beginn der Pandemie nachweislich infiziert. 3529 starben an oder mit der Krankheit, die das Virus auslöst.

Zahlreiche Menschen suchen sich bei sonnigem Wetter ein Plätzchen im Mauerpark.
Zahlreiche Menschen suchen sich bei sonnigem Wetter ein Plätzchen im Mauerpark.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 15. Juni, 15.05 Uhr: Veranstaltungen im Freien mit bis zu 1000 Personen möglich

In Berlin dürfen Veranstaltungen angesichts der rückläufigen Corona-Infektionszahlen wieder größer werden. So sind dabei im Freien künftig bis zu 1000 Personen erlaubt, innen maximal 250. Das beschloss der Berliner Senat am Dienstag, wie der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) nach der Sitzung erläuterte. Bisher waren es draußen 500 und drinnen bis zu 100. Die neuen Regeln gelten ab 18. Juni.

Bei Veranstaltungen mit mehr als 20 zeitgleich anwesenden Personen muss ihnen grundsätzlich ein fester Platz zugewiesen werden. Diese Regel gilt bei Veranstaltungen bis 250 Personen nicht, wenn alle Anwesenden negativ auf das Coronavirus getestet sind. Bei Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als 20 Teilnehmern ist ein Nachweis eines negativen Tests verpflichtend.

Müller sagte, zum Glück gebe es endlich bundesweit fallende Inzidenzwerte, auch in Berlin. In den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen sei eine deutliche Entlastung spürbar. Bei den Lockerungen müsse aber klar unterschieden werden zwischen draußen und drinnen, so der Regierende Bürgermeister. Draußen sei die Infektionsgefahr deutlich geringer.

Der Senat hat am Dienstag über eine Reihe von Lockerungen beraten. Beschlossen wurden unter anderem, die Maskenpflicht für belebte Straßen und Plätze und für die Außenbereiche von Zoo und Tierpark aufzuheben.

Update, 15. Juni, 12.33 Uhr: Berlin lockert die Maskenpflicht

Berlin hebt die Maskenpflicht nicht auf, aber es gibt zumindest Lockerungen. Auf den Bürgersteigen von Einkaufsstraßen und auf sehr belebten Plätzen, für die das bisher vorgeschrieben war, müssen keine Masken mehr getragen werden - bis auf Stellen, an denen kein Mindestabstand möglich ist.

Auch im Zoo und im Tierpark fällt im Freien die Maskenpflicht weg. Das hat der Berliner Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag beschlossen. Die geltende Infektionsschutzverordnung soll entsprechend geändert werden.

Dagegen gibt es keine Änderung bei der Maskenpflicht für Busse und Bahnen. Im ÖPNV müssen weiterhin FFP2-Masken getragen werden. Details zur Maskenpflicht will der Senat nach seiner Sitzung bei einer Pressekonferenz mitteilen. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte am Montag für Lockerungen bei der Maskenpflicht im Freien plädiert, gleichzeitig aber davor gewarnt, dabei unbedacht vorzugehen.

Nur wenige Fahrgäste sitzen in der U-Bahn Richtung Hermannstraße.
Nur wenige Fahrgäste sitzen in der U-Bahn Richtung Hermannstraße.  © Jörg Carstensen/dpa

Update, 15. Juni, 11.33 Uhr: Sechs Kreise und zwei Städte ohne Neu-Infektionen

Mehrere Brandenburger Landkreise und kreisfreie Städte haben innerhalb eines Tages keine neuen Corona-Ansteckungen festgestellt. Wie das Gesundheitsministerium am Dienstag berichtete, wurden aus sechs Landkreisen und zwei Städten keine neuen Infektionen mit dem Corona-Virus gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank für das gesamte Land von 6,6 am Montag auf 6,2. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12,9 gelegen.

Den Daten des Gesundheitsministeriums zufolge kamen in den Kreisen Barnim, Oder-Spree, Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald, Prignitz und Ostprignitz-Ruppin innerhalb eines Tages keine neuen Corona-Fälle hinzu. Außer Cottbus (13,0) und Frankfurt (Oder) (12,1) sowie den Landkreisen Teltow-Fläming (14,7) und Spree-Neiße (12,3) blieben zudem alle Kreise und kreisfreien Städte unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 10. Die niedrigste Zahl an Ansteckungen verzeichnete weiter der Kreis Prignitz mit einem Inzidenzwert von 0.

Die Gesundheitsämter meldeten landesweit 32 neue Corona-Fälle. Das Ministerium wies allerdings darauf hin, dass in einigen Land- und Stadtkreisen derzeit Datenbereinigungen durchgeführt werden, wodurch in den Kreisen Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße auch länger zurückliegende Infektionsfälle aufgeführt wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sei davon aber nicht beeinflusst, hieß es.

43 Patienten werden den Angaben zufolge im Krankenhaus wegen einer Covid-19-Erkrankung behandelt, davon sind 19 in intensivmedizinischer Betreuung, hiervon müssen 17 beatmet werden. Die Zahl der Infizierten und Erkrankten liegt bei geschätzt rund 700.

Update, 15. Juni, 11.20 Uhr: Maskenpflicht in Schulen fällt nach den Ferien nicht gleich weg

Schülerinnen und Schüler in Berlin müssen nach den Sommerferien zunächst weiter medizinische Masken in Schulräumen tragen. Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske gilt in geschlossenen Räumen in den Berliner Schulen in den ersten beiden Wochen nach den Sommerferien, teilte ein Sprecher der Bildungsverwaltung am Dienstag auf Anfrage mit.

Das Ziel soll sein, Infektionsketten zu stoppen, die während der Ferien ihren Anfang genommen haben. Anschließend ist geplant, die Maskenpflicht aufzuheben, wenn das Infektionsgeschehen das zulässt. Eine entsprechende Mitteilung hat die Bildungsverwaltung am Dienstag an die Schulleitungen verschickt.

Bei Angeboten in den Sommerferien, etwa bei der Sommerschule oder der Ferienbetreuung von Schülerinnen und Schülern, entfällt die Maskenpflicht - anders als bisher vorgesehen - dagegen auch in geschlossenen Räumen.

Die Testpflicht für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrkräfte soll auch im neuen Schuljahr bis auf Weiteres beibehalten werden. In der ersten Schulwoche soll es für Schüler sogar drei statt wie üblich zwei Schnelltests geben. Für Lehrkräfte ist vorgesehen, dass sie sich schon während der Präsenztage vor Schuljahresbeginn testen.

Lernstandserhebungen soll es laut dem Schreiben der Bildungsverwaltung in den ersten vier Wochen des neuen Schuljahres in allen Schulen für die Fächer Deutsch, Mathematik und die erste Fremdsprache geben. Ein Ziel dabei ist, Lernrückstände von Schülerinnen und Schülern zu erkennen, die einer besonderen Förderung bedürfen.

Update, 15. Juni, 8.20 Uhr: Amtsarzt: Draußen kein Mund-Nasen-Schutz notwendig

Das Tragen von Masken im Freien ist aus Sicht des Amtsarztes von Berlin-Reinickendorf, Patrick Larscheid, nicht notwendig. "Grundsätzlich finde ich es gut, dass viele unsinnige Regeln wie das Tragen einer Maske im Tierpark, im Freien, fallen werden", sagte Larscheid am Dienstag im Inforadio des RBB.

Am Vormittag wollte der Senat darüber beraten, die Corona-Schutzvorgaben zu lockern. Draußen brauche man keinen Mund-Nasen-Schutz, sagte Larscheid. Angesichts der niedrigen Fallzahlen sei kein Infektionsgeschehen zu vermuten. Für die Schulen empfahl Larscheid jedoch, die Masken zu behalten und zunächst das Infektionsgeschehen nach den Ferien zu prüfen.

Am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor weist ein Hinweisschild auf die Maskenpflicht hin.
Am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor weist ein Hinweisschild auf die Maskenpflicht hin.  © Christophe Gateau/dpa

Update, 15. Juni, 8.16 Uhr: Ministerin Ernst: Maskenpflicht an Oberschulen auch nach Ferien

Zum Schutz vor Corona-Infektionen sollen Schüler und Lehrer an den weiterführenden Schulen Brandenburgs auch nach den Sommerferien noch Masken tragen. Das sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Dienstag im Inforadio des RBB.

"Ich bin für einen vorsichtigen Start ins neue Schuljahr", sagte Ernst. Deshalb werde es auch weiter eine Testpflicht geben. Grundschüler sollen jedoch noch vor den Sommerferien die Masken ablegen können. Darauf hatte sich das Kabinett in der vergangenen Woche verständigt.

Ernst kündigte an, dass im nächsten Schuljahr auch Lernrückstände aufgeholt werden sollen. "Deshalb hat der Präsenzunterricht absolute Priorität", sagte sie. Künftig solle bei den älteren Schülerinnen und Schülern das Distanzlernen aber eine größere Rolle spielen.