Charité und Vivantes stoppen Impfungen mit AstraZeneca bei Mitarbeiterinnen unter 55

Berlin - Die Berliner Universitätsklinik Charité stoppt bis auf Weiteres alle Impfungen ihrer Mitarbeiterinnen unter 55 Jahren mit dem Vakzin des Herstellers AstraZeneca.

Die Berliner Charité will AstraZeneca vorerst nicht mehr an ihre Mitarbeiterinnen verimpfen.
Die Berliner Charité will AstraZeneca vorerst nicht mehr an ihre Mitarbeiterinnen verimpfen.  © dpa/Christophe Gateau

"Dieser Schritt ist aus Sicht der Charité notwendig, da in der Zwischenzeit weitere Hirnvenenthrombosen bei Frauen in Deutschland bekannt geworden sind", sagte die Sprecherin der Klinik, Manuela Zingl, am Dienstag.

Sie betonte, dass in der Charité keine Komplikationen nach Impfungen mit AstraZeneca aufgetreten seien. Diese wolle jedoch vorsorglich agieren und abschließende Bewertungen abwarten.

Die Charité habe in der Pandemie bisher rund 16.000 Erst- und Zweitimpfungen an ihr Personal verabreicht. "Davon entfiel der größte Teil auf AstraZeneca", sagte Zingl.

Man wolle die abschließenden Bewertungen bezüglich des möglicherweise erhöhten Thromboserisikos durch AstraZeneca abwarten.
Man wolle die abschließenden Bewertungen bezüglich des möglicherweise erhöhten Thromboserisikos durch AstraZeneca abwarten.  © dpa/ZB/Jens Büttner

Update, 12.20 Uhr: Auch der landeseigene Berliner Klinikbetreiber Vivantes hat am Dienstag bis auf Weiteres vorsorglich alle Impfungen von Frauen unter 55 Jahren mit dem Vakzin des Herstellers Astrazeneca ausgesetzt. "Dies betrifft vor allem die eigene Belegschaft", teilte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mit.

Update, 13.30 Uhr: Das Land Berlin setzt die Corona-Impfungen mit dem Vakzin des Herstellers AstraZeneca für Menschen unter 60 Jahren vorsorglich aus. Das gab Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag bekannt und verwies auf neue Daten über Nebenwirkungen.

Titelfoto: dpa/Christophe Gateau, dpa/zb/Jens Büttner

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