Experte dämpft Hoffnung auf freie Impfstoffwahl und warnt vor Delta-Variante

Von Erich Reimann

Köln – Die Möglichkeit zur freien Auswahl des Corona-Impfstoffes wird nach Einschätzung der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein noch geraume Zeit nicht bestehen.

Impfwillige sollen voraussichtlich erst in mehreren Monaten selbst entscheiden können, welchen Corona-Impfstoff sie sich spritzen lassen. (Symbolbild)
Impfwillige sollen voraussichtlich erst in mehreren Monaten selbst entscheiden können, welchen Corona-Impfstoff sie sich spritzen lassen. (Symbolbild)  © Fabian Sommer/dpa

Erst ab September werde so viel Impfstoff zur Verfügung stehen, "dass wir voraussichtlich dann eine freie Impfstoffwahl haben werden", sagte der Vorstandsvorsitzende der KV Nordrhein, Frank Bergmann, am Montag im "WDR 5 Morgenecho".

Im Moment sei man beim Impfen aufgrund des Vormarsches der hoch ansteckenden Delta-Variante in einem Wettlauf mit der Zeit, sagte Bergmann.

Zwar seien die Inzidenzzahlen aktuell niedrig. Doch das dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass dies eine Momentaufnahme sei und sich mit der Ausbreitung der Delta-Variante ändern könne.

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Bergmann betonte, alle zur Verfügung stehenden Impfstoffe schützten vor der Delta-Variante. Am besten sei der Impfschutz allerdings nach einer zweimaligen Impfung.

Es werde bis August dauern, um alle impfwilligen Menschen zweimal zu impfen, so Bergmann.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

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