Frau (47) im Kreis Euskirchen tot: AstraZeneca-Impfstoff unter Verdacht?

Kreis Euskirchen – Nach einer Corona-Impfung mit dem umstrittenen AstraZeneca-Wirkstoff ist eine Frau (47) im Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen gestorben.

Eine Frau (47) ist nach ihrer Impfung mit dem AstraZeneca-Wirkstoff verstorben. Die Behörden prüfen einen möglichen Zusammenhang. (Symbolbild)
Eine Frau (47) ist nach ihrer Impfung mit dem AstraZeneca-Wirkstoff verstorben. Die Behörden prüfen einen möglichen Zusammenhang. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Das Paul-Ehrlich-Institut untersucht, ob ihr Tod im Zusammenhang mit Impf-Nebenwirkungen stehen könnte. Das teilte der Kreis Euskirchen am Samstagabend auf seiner Facebook-Seite mit.

Dem Gesundheitsamt sei am Freitag ein "entsprechender Verdacht nach der Impfung der Frau mit dem 'COVID-19 Vaccine AstraZeneca' angezeigt" worden.

Es seien sofortige Ermittlungen eingeleitet worden. Die zuständigen Landes- und Bundesbehörden wurden informiert.

Für eine Verunreinigung oder fehlerhafte Zusammensetzung des Impfstoffs gebe es bislang keine Hinweise. Daher werde auch nicht die komplette Impfstoffcharge im Kreis Euskirchen gesperrt, hieß es weiter.

Landrat Markus Ramers erklärte gegenüber "Radio Euskirchen": "Nachdem sich bei ihr Komplikationen eingestellt hatten, äußerten Mediziner am Freitag den Verdacht, es könne sich um einen der sehr seltenen aber bekannten Fälle von Hirnvenenthrombose handeln."

Deutschlandweit sind bislang 16 Fälle von Blutgerinnseln im Gehirn im Zusammenhang mit einer AstraZeneca-Impfung bekannt - vier dieser Fälle endeten tödlich.

Vor knapp zwei Wochen hatten Berichte über Nebenwirkungen zu einem Impfstopp mit AstraZeneca geführt. Inzwischen wird der Corona-Impfstoff trotz anhaltender Kritik wieder gespritzt. Die verstorbene 47-Jährige war wegen ihres Jobs im medizinischen Umfeld bereits geimpft worden.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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