Neuer Impfstoff von Johnson & Johnson geht zunächst an Obdachlose

Hamburg - In Hamburg soll der neue Impfstoff von Johnson & Johnson zunächst vorrangig Obdachlosen verabreicht werden.

Obdachlose in Hamburg warten auf die Verteilung von Kleidung und Lebensmitteln.
Obdachlose in Hamburg warten auf die Verteilung von Kleidung und Lebensmitteln.  © Christian Charisius/dpa

Die Impfungen könnten nach Lieferung des Impfstoffs kurzfristig erfolgen, "womöglich binnen einer Woche", sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

"Sobald die Lieferung eingeht, werden wir damit beginnen." Zuvor hatte das Hamburger Abendblatt darüber berichtet.

Über das Winternotprogramm könne man rund 1000 Obdachlose erreichen, sagte Helfrich. Als Bewohner von Sammelunterkünften seien sie in der Priorisierungsgruppe 2 und damit impfberechtigt.

Der Impfstoff von Johnson & Johnson biete sich für diese Personengruppe an, da der vollständige Impfschutz laut Hersteller bereits mit einer Injektion erreicht werde.

Erst am Dienstag hatte die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) nach erneuter Prüfung grünes Licht für die Markteinführung des US-Präparats in Europa gegeben.

Corona-Ausbruch in Hamburger Unterkunft

Erst vergangene Woche hatte es in einer Obdachlosenunterkunft in Hamburg einen größeren Corona-Ausbruch gegeben (TAG24 berichtete). 42 Menschen wurden dabei positiv auf das Virus getestet.

Das Gebäude an der Friesenstraße musste evakuiert werden.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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