Hunderte abgelaufene Impfdosen von Moderna verabreicht

Sindelfingen - Wegen eines falschen Etiketts sind in Baden-Württemberg 840 abgelaufene Dosen des Corona-Impfstoffs von Moderna verabreicht worden.

Falsch bedruckte Etiketts waren schuld daran, dass Hunderte abgelaufene Dosen Corona-Impfstoff verabreicht wurden. (Symbolbild)
Falsch bedruckte Etiketts waren schuld daran, dass Hunderte abgelaufene Dosen Corona-Impfstoff verabreicht wurden. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Betroffen sind die Städte Sindelfingen, Reutlingen und Esslingen. Der Impfstoff wurde dort vorschriftsmäßig in Kühlboxen transportiert.

Auf den Paketen war allerdings eine längere Ablaufzeit notiert worden, wie die drei zuständigen Landkreise am Freitag mitteilten. Daher sei der Impfstoff teilweise noch gespritzt worden.

Das Datum habe sich später als falsch herausgestellt.

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Die Verantwortlichen erwarteten wegen des Fehlers zunächst keine Folgen für die Betroffenen.

"Es gibt bisher keine Rückschlüsse, dass sich aus der längeren Aufbewahrungszeit Auswirkungen auf die Wirksamkeit ergeben hätten", sagte die ärztliche Leiterin des Sindelfinger Kreisimpfzentrums, Martina Burchert-Graeve.

Einer neuen Studie des Herstellers zufolge sei der Impfstoff so stabil, dass er drei Monate lang bei normalen Kühlschranktemperaturen gelagert werden könne.

In Europa gelte aber derzeit noch die Vorgabe der Europäische Arzneimittel-Agentur, nach der die Lagerung eine Dauer von 30 Tagen nicht überschreiten soll.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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