Impf-Ansturm für manche Hausärzte "gefährliche Entwicklung"

Köln – Viele Menschen wollen sich impfen lassen. Die Nachfrage ist daher groß. Hinzukommt eine "extrem aggressive Stimmung", wie der Hausärzteverband Nordrhein mitteilte. Viele Praxen stelle das zurzeit vor große Probleme.

Der Hausärzteverband Nordrhein sieht die große Impf-Nachfrage als teilweise problematisch an, vor allem weil die Priorisierung aufgehoben wird.
Der Hausärzteverband Nordrhein sieht die große Impf-Nachfrage als teilweise problematisch an, vor allem weil die Priorisierung aufgehoben wird.  © 123RF/instaphotos

Im Augenblick liefen die Telefone in den Praxen heiß, sodass diese zunehmende Schwierigkeiten bei der Regelversorgung hätten, sagte Oliver Funken, Vorsitzende des Hausärzteverbandes Nordrhein der Rheinischen Post.

"Wir haben inzwischen eine gefährliche Entwicklung: Zahlreiche Hausarztpraxen melden sich vom Impfsystem wieder ab", sagte der Mediziner weiter. Es gehe dabei auch um das Wohl der Beschäftigten und um den Fortbestand der Praxis. Es könne nicht sein, dass die Mitarbeiter angesichts der chaotischen Situation in die innere Kündigung gingen, weil sie mit diesem Massenansturm nicht klarkämen, warnte er.

Er hoffe, dass sich die Situation Ende des Monats mit zusätzlichen Impfstoff-Lieferungen entspannen werde.

Gleichzeitig geht er für die Sommerurlaubsmonate von erneuten Engpässen aus, wenn Hausärzte und ihr medizinisches Personal für je ein bis zwei Wochen in die Ferien gingen.

Titelfoto: 123RF/instaphotos

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