Impfungen im Rekordtempo: USA knackt die 100 Millionen!

Washington - Eine Osterbotschaft, die Hoffnung macht: Pünktlich zum Fest der Auferstehung haben die USA mit über 100 Millionen erstgeimpften Bürgern eine beeindruckende Zwischenetappe ihrer Impfkampagne erreicht. Weiter warten auf vollständig Geschützte bedeutende Lockerungen.

US-Präsident Joe Biden (78) versprach kürzlich, dass ab 19. April 90 Prozent der Erwachsenen impfberechtigt sein sollen.
US-Präsident Joe Biden (78) versprach kürzlich, dass ab 19. April 90 Prozent der Erwachsenen impfberechtigt sein sollen.  © Evan Vucci/AP/dpa

Am Karfreitag vermeldete die zuständige Gesundheitsbehörde CDC, dass 101,8 Millionen US-Amerikaner ihrer erste Impfdosis erhalten haben - fast ein Drittel der Gesamtbevölkerung.

Doch nicht nur die Zahl der Erstgeimpften ist beeindruckend. 204,7 Millionen Impfdosen sind insgesamt ausgeliefert, 57,98 Millionen Menschen (17,5 Prozent der Bevölkerung) bereits vollständig geschützt.

Diese dürfen fortan auch wieder recht unbeschwert reisen. So lockerte die CDC ihre Empfehlungen und hält Reisen für vollständig Geimpfte ins In- und Ausland wieder für vertretbar.

Während die AHA-Regeln weiter eingehalten werden sollen, sind Tests vor der Abreise ins Ausland nicht mehr zwingend nötig, genauso eine Quarantäne nach der Rückkehr. Ein Test drei bis fünf Tage danach wird empfohlen.

Bereits am 19. April, so versprach Präsident Joe Biden (78) vor einigen Tagen, sollen 90 Prozent der Erwachsenen impfberechtigt sein und eine Infrastruktur vorfinden, die ihnen eine Impfung im Radius von acht Kilometern um den eigenen Wohnort ermöglicht. Hierfür wollen die USA kurzfristig weitere Impfzentren aufbauen und 40.000 Apotheken im ganzen Land mit in die Kampagne einbinden.

New York: Seit Dienstag dürfen sich alle ab 30 Jahren impfen lassen

Wie rasant es mit den Impfungen vorangeht, zeigt derweil auch das Beispiel New York. Schon seit Dienstag dürfen sich im Bundesstaat alle Menschen ab 30 mit einem der drei Impfstoffe von Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson impfen lassen. In der kommenden Woche ist das dann auch für alle Bürger ab 16 gestattet, so Gouverneur Andrew Cuomo (63).

Und wie schaut es hierzulande aus? Bis Samstagvormittag wurden insgesamt 14.374.088 Impfdosen verabreicht. 12,1 Prozent der Deutschen haben zumindest eine Dosis erhalten, 4.334.150 (5,2 Prozent) schon ihre Zweite.

Kommentar von Paul Hoffmann: Deutschland einig Entwicklungsland

25. Januar 2021: Chicagos Bürgermeisterin Lori Lightfoot (58, l.) bekommt von Dr. Allison Arwady, Beauftragte des Chicago Department of Public Health, die erste Dosis des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer überreicht.
25. Januar 2021: Chicagos Bürgermeisterin Lori Lightfoot (58, l.) bekommt von Dr. Allison Arwady, Beauftragte des Chicago Department of Public Health, die erste Dosis des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer überreicht.  © Ashlee Rezin Garcia/Chicago Sun-Times/AP/dpa

Über 100 Millionen Menschen in den USA sind erstgeimpft, 157,6 Millionen Dosen insgesamt verabreicht - beeindruckend! Beim Vergleich mit den deutschen "Impferfolgen" muss man sich da erst einmal kurz setzen.

Allerdings sind diese totalen Zahlen gar nicht so entscheidend. Klar, sie lassen sich gut verkaufen und sind einfach zu verstehen, doch am Ende zählen die Impfquoten.

Bei 330 Millionen Menschen müssen die Vereinigten Staaten zwangsläufig mehr Impfungen unter die Haut bringen.

Doch auch beim Betrachten der Quoten fällt auf, wie weit Deutschland mittlerweile hintendran ist. 30,7 Prozent Erstgeimpften in den USA stehen 12,1 Prozent in Deutschland gegenüber, 17,5 Prozent US-Zweitgeimpften deutsche 5,2 Prozent. Beschämend...

2021 gilt deshalb, zumindest beim Impfen: Deutschland einig Entwicklungsland!

Titelfoto: Ashlee Rezin Garcia/Chicago Sun-Times/AP/dpa

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