Künstliche Biontech-Verknappung: Bayerns Kassenärzte üben massive Kritik an Jens Spahn

München - Die Kassenärzte in Bayern wollen die geplante Mengenbegrenzung bei der Bestellung des Biontech-Impfstoffs durch Praxen nicht hinnehmen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41) erntet von den bayerischen Kassenärzten harsche Kritik.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41) erntet von den bayerischen Kassenärzten harsche Kritik.  © Michael Sohn/POOL AP/dpa

Bei den Haus- und Fachärzten werde damit ein heilloses Durcheinander erzeugt, kritisierte die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) am Samstag in München.

Der Verband forderte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) in einer Resolution auf, die künstliche Verknappung der Impfdosen von Biontech/Pfizer umgehend rückgängig zu machen.

Andernfalls gefährde er den notwendigen Fortschritt der Impfkampagne massiv. Die Mediziner begründen ihre Kritik mit dem Vertrauen der meisten Patienten in das Vakzin von Biontech.

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Mehr als 85 Prozent aller Impfungen in bayerischen Praxen seien bislang damit durchgeführt worden.

Der Moderna-Impfstoff spiele mit einem Anteil von 0,2 Prozent bislang eine untergeordnete Rolle.

"Der Erklärungsbedarf in den Praxen bei einer Umstellung des Impfstoffs wäre gewaltig und bei der sowieso bereits enormen Arbeitsbelastung für die Ärztinnen und Ärzte sowie die Praxisteams in keiner Form zu leisten", heißt es in der Erklärung.

Titelfoto: Michael Sohn/POOL AP/dpa

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