Mega-Panne bei bekanntem Impf-Arzt: Tausende Corona-Impfungen womöglich wirkungslos!

Neu-Ulm - Der bundesweit bekannte schwäbische Hausarzt und Impf-Befürworter Christian Kröner hat auf eine schwere Panne bei den Corona-Schutzimpfungen in seiner Praxis hingewiesen. Tausende könnten möglicherweise wirkungslos sein.

Allgemeinarzt Christian Kröner setzte sich medienwirksam für die Corona-Impfkampagne ein.
Allgemeinarzt Christian Kröner setzte sich medienwirksam für die Corona-Impfkampagne ein.  © Stefan Puchner/dpa

Der Mediziner hat seinen Patienten mitgeteilt, dass die Impfstoffe möglicherweise zu warm gelagert worden seien und damit die Wirksamkeit beeinträchtigt sein könnte.

Betroffen sind nahezu alle Patientinnen und Patienten, die sich vom 1. April bis zum 13. Juli in der Neu-Ulmer Praxis impfen ließen. Informationen dazu, welche Impftermine von der Panne nicht betroffen sind, sind auf der Homepage aufgeführt.

"Wir sind alle über diesen Vorfall erschüttert, können es aber leider nicht mehr nachträglich korrigieren", heißt es in einer Erklärung der Praxis.

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Corona Impfstoff Hunderte abgelaufene Impfdosen von Moderna verabreicht

Der Allgemeinarzt aus Neu-Ulm hat seit Anfang der Impfkampagne in zahlreichen Medien für die Impfung geworben und zählt zu den bekanntesten Befürwortern in Deutschland.

Außerdem prangerte er die Verschwendung von Impfstoffresten an.

Wegen seiner Haltung wird er allerdings auch scharf kritisiert. Die Kripo ermittelt wegen zahlreicher Drohungen. Kröner selbst berichtete von Morddrohungen gegen ihn und dass er deswegen auch unter Polizeischutz stehe.

Praxis-Kühlschrank zu warm: Patienten sollen sich testen lassen

Zu der Panne mit den Impfstoffen sei es gekommen, weil der Praxis-Kühlschrank "etwas zu warm" eingestellt gewesen sei, teilte er mit. Um zu prüfen, dass die Impfung dennoch wirksam sei, empfiehlt Kröner nun, das Blut auf Antikörper kontrollieren zu lassen. Eine Gefahr für die Patienten gebe es durch die warme Lagerung nicht.

Auf Twitter erntete Kröner wegen der Panne am Dienstag Kritik. Viele Nutzer zollten dem Arzt aber auch Respekt dafür, dass er den Vorfall so offen kommuniziere. Ein Nutzer schrieb: "Top! Und in Sachen 'zu Fehlern stehen und Menschen gewissenhaft informieren' könnte sich mancher Politiker ne dicke Scheibe abschneiden."

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa

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