Ministerium: Bund rationiert jetzt auch Impfstoff von Moderna

Stuttgart - Nach dem Impfstoff von Biontech wird mittlerweile auch der Moderna-Impfstoff nach Auskunft des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums vom Bund rationiert oder kann teilweise gar nicht mehr bestellt werden.

Derzeit bekommt nach Auskunft des Gesundheitsministeriums eine Arztpraxis nur 30 Dosen von Biontech pro Woche, Impfstützpunkte können nur 1020 Dosen pro Woche bestellen. (Symbolbild)
Derzeit bekommt nach Auskunft des Gesundheitsministeriums eine Arztpraxis nur 30 Dosen von Biontech pro Woche, Impfstützpunkte können nur 1020 Dosen pro Woche bestellen. (Symbolbild)  © Ted S. Warren/AP/dpa

"Wir können nicht einerseits die Impfoffensive hochfahren und gleichzeitig wird der Impfstoff rationiert", sagte ein Behördensprecher am Freitag in Stuttgart.

Gesundheitsminister Manne Lucha (60, Grüne) habe sich Anfang der Woche direkt beim geschäftsführenden Bundesminister Jens Spahn (41, CDU) eingesetzt, um kurzfristig eine zusätzliche Lieferung von Moderna zu bekommen.

"Wir erwarten nun heute eine Sonderlieferung von 120.000 Dosen Moderna", sagte der Behördensprecher.

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Derzeit bekommt nach Auskunft des Gesundheitsministeriums eine Arztpraxis nur 30 Dosen von Biontech pro Woche, Impfstützpunkte können nur 1020 Dosen pro Woche bestellen. "Eine solche Menge verimpft ein Impfstützpunkt normalerweise pro Tag."

Die Impfoffensive des Landes laufe auf Hochtouren.

"Und wir haben jetzt nicht soviel Impfstoff, wie wir gerne verimpfen würden um der großen Nachfrage zu begegnen. Bis Jahresende brauchen wir mindestens 3,5 Millionen Dosen mRNA-Impfstoffe, um die Menschen in Baden-Württemberg ausreichend versorgen zu können", sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Titelfoto: Ted S. Warren/AP/dpa

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