Muss das Biontech-Vakzin angepasst werden und brauchen alle eine dritte Impfung? Sahin redet Klartext!

Mainz/München - Biontech geht von einer Wirksamkeit seines Corona-Impfstoffs auch gegen die zuletzt aufgetretenen Virus-Varianten aus.

Ugur Sahin (55), Gründer des Mainzer Corona-Impfstoff-Entwicklers Biontech.
Ugur Sahin (55), Gründer des Mainzer Corona-Impfstoff-Entwicklers Biontech.  © Bernd von Jutrczenka/dpa-Pool/dpa

"Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass eine Anpassung unseres Impfstoffs an kursierende Varianten notwendig ist", sagte Vorstandschef Ugur Sahin (55) am Dienstag auf der Online-Hauptversammlung des Unternehmens.

Biontech arbeite an flexiblen Verfahren in den Bereichen Technologie, Produktion und Zulassung.

Um vorbereitet zu sein und schnell reagieren zu können, falls eine dritte Dosis zur Auffrischung bestehender Impfungen oder eine Anpassung an einen neuen Virusstamm erforderlich werden sollte, analysiere Biontech ständig die Wirksamkeit des Impfstoffs auch gegen neu auftretende Varianten, erklärte Sahin.

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Seit einigen Monaten verfolge das Unternehmen einen "Prototyp-Ansatz", der dies erleichtern solle.

Produktionskapazität soll stetig steigen

Die Deutschen bevorzugen das Vakzin deutlich: der Corona-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer .
Die Deutschen bevorzugen das Vakzin deutlich: der Corona-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer .  © Fabian Sommer/dpa

Das Wissen über neue Varianten des Sars-Cov2-Virus nehme stetig zu, sagte Sahin weiter. Es sei zu beobachten, dass die Immunität von Geimpften mit der Zeit nachlasse und neue Varianten entstünden.

"Ich gehe davon aus, dass eine dritte Impfung für die Auffrischung der Immunität von einem hohen Wert sein könnte", erklärte der Biontech-Chef.

"Allerdings wissen wir noch nicht, wann und wie oft eine Auffrischimpfung erforderlich sein wird."

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Nach Sahins Worten planen das Mainzer Unternehmen und der US-Partner Pfizer in diesem Jahr eine Produktionskapazität von drei Milliarden Corona-Impfdosen.

Im nächsten Jahr soll diese Zahl noch einmal gesteigert werden. Mindestens 50 Prozent davon will Biontech selbst produzieren.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa/Bernd von Jutrczenka/dpa-Pool/dpa

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