Nach AstraZeneca-Stopp: So geht es in Thüringen weiter

Erfurt - Menschen unter 60 sollen den Corona-Impfstoff des Herstellers AstraZeneca nicht mehr erhalten. Das hat Auswirkungen auf ihre Zweitimpfung. Welche - das ist noch unklar.

Mit einer Anzeigetafel wird am Impfzentrum in der Messe Erfurt über den Impfstopp informiert.
Mit einer Anzeigetafel wird am Impfzentrum in der Messe Erfurt über den Impfstopp informiert.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Nach der vorsorglichen Altersbeschränkung für den Corona-Impfstoff von AstraZeneca ist in Thüringen noch unklar, wie es mit den Zweitimpfungen für bereits einmal damit gespritzte Menschen unter 60 Jahre weitergeht.

"Wir müssen jetzt abwarten, was die Ständige Impfkommission sagt", erklärte Jörg Mertz, Impfmanager der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Thüringen, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Betroffen sind rund 40.000 Frauen und Männer dieser Altersgruppe. Gesundheitsministerin Heike Werner (52, Linke) geht bislang nicht von gravierenden Auswirkungen auf die Kampagne aus, wie sie am Mittwoch erklärte.

In Thüringen erhielten bisher rund 78.000 Menschen ihre Erstimpfung mit dem AstraZeneca-Mittel. 38.000 Menschen davon sind 60 Jahre und älter. "Bei denen bleibt alles, wie es ist", betonte Werner. Der Termin für die Zweitimpfung behalte seine Gültigkeit und könne problemlos wahrgenommen werden.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte am Dienstag die Altersbeschränkung für AstraZeneca empfohlen. In Deutschland sind bisher 31 Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen nach Impfungen mit AstraZeneca bekannt - bei rund 2,7 Millionen Erstimpfungen mit dem Wirkstoff. In Thüringen gab es laut KV bislang keine derartigen Fälle.

Bislang haben fast 13 Prozent der Thüringer (fast 275.000 Menschen) eine Corona-Impfung mit BioNTech, Modera oder AstraZeneca erhalten. 5,6 Prozent (knapp 120.000) sind vollständig immunisiert.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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