Novavax: Wann kommt der neue Corona-Impfstoff nach Sachsen?

Dresden - Der neue Corona-Impfstoff von Novavax kommt später als geplant nach Sachsen. Eigentlich wollte der Freistaat die Dosen schon ab Donnerstag anbieten, zunächst für Beschäftigte im Gesundheitswesen. Die Zeit drängt, denn die Impfpflicht in Pflege und Medizin rückt immer näher.

Mitarbeiter des Gesundheitswesens sollen bald den neuen Impfstoff "Nuvaxovid" wählen können - doch der Start verzögert sich.
Mitarbeiter des Gesundheitswesens sollen bald den neuen Impfstoff "Nuvaxovid" wählen können - doch der Start verzögert sich.  © DPA/Robert Michael

Große Hoffnungen liegen auf "Nuvaxovid", dem neuen Impfstoff des US-Herstellers Novavax.

Doch: "Wir wissen noch nicht genau, wann er in Sachsen ankommt", so Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD). Für die Verteilung zuständig ist der Bund, noch gebe es keinen festen Termin.

69.000 Dosen soll die erste Lieferung nach Sachsen beinhalten und 126.000 weitere Dosen sollen nachfolgen.

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Der Impfstoff ist zunächst reserviert für das Gesundheitswesen. Das Sozialministerium hofft auf große Nachfrage, "gerade auch mit Blick auf diejenigen, die den bisherigen Impfstoffen skeptisch gegenüberstehen".

Noch bleiben rund drei Wochen, bis die Impfpflicht im Gesundheitswesen in Kraft tritt.

Die Novavax-Dosen lassen weiter auf sich warten.
Die Novavax-Dosen lassen weiter auf sich warten.  © imago images/MIS

Novavax könnte Skeptiker von Impfung überzeugen

Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) hofft auf viele Impfwillige.
Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) hofft auf viele Impfwillige.  © Thomas Türpe

Aus Sicht der sächsischen Grünen besteht Handlungsbedarf, falls die Dosen weiter auf sich warten lassen: "Sollte es zu Verzögerungen bei der Lieferung kommen, muss das in die Ermessensentscheidung der Gesundheitsämter für ein mögliches Betretungsverbot einbezogen werden", so die gesundheitspolitische Sprecherin Kathleen Kuhfuß (42).

Novavax setzt auf ein altbewährtes Verfahren, das soll Skeptiker überzeugen.

Die bisher angebotenen mRNA- und Vektor-Impfstoffe bezwecken, dass der Körper selbst das Spike-Protein produziert, an dem die Antikörper andocken. "Nuvaxovid" hingegen enthält bereits das Spike-Protein.

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Sobald der Bedarf im Gesundheitswesen gedeckt ist, soll der neue Impfstoff übrigens für alle zur Verfügung stehen.

Titelfoto: imago images/MIS

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