"Potenzielle Bedrohung": Lambda-Variante resistent gegen die Corona-Impfung?

Tokio - Während sich die Welt noch gegen die hochansteckende Delta-Mutation des Coronavirus wappnet, breitet sich von Südamerika kommend mit Lambda bereits die nächste Variante aus.

Das Coronavirus mutiert munter weiter. Helfen Impfungen gegen die Lambda-Variante? (Symbolbild)
Das Coronavirus mutiert munter weiter. Helfen Impfungen gegen die Lambda-Variante? (Symbolbild)  © Montage: imago images/Christian Ohde, dpa/Fabian Sommer

Die könnte im schlimmsten Falle gar eine Impfung umgehen, wie Wissenschaftler der Universität Tokio mit einer Studie zu belegen glauben. Studienautor Kei Sato nannte sie gegenüber Reuters sogar "eine potenzielle Bedrohung für die menschliche Gesellschaft".

Auch wenn solche Aussagen natürlich mit Vorsicht zu genießen sind: Bei der Untersuchung des Virus fanden die Wissenschaftler Mutationen, die möglicherweise dafür sorgen könnten, dass es von Antikörpern nicht mehr so gut neutralisiert werden kann - sprich eine Impfung nicht mehr so gut wirken und eine Ansteckung leichter passieren könnte.

Ob das ehemals als Anden-Variante bekannte Lambda gefährlicher als Delta ist, muss in weiteren Untersuchungen herausgefunden werden, so die Forscher.

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Für Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, sind die Daten aus Japan aktuell etwas überinterpretiert.

Zwar sei die Variante etwas ansteckender als das ursprüngliche Virus, auch dem Immunschutz könne sie "etwas entkommen, aber nicht so stark wie Delta".

Titelfoto: Montage: imago images/Christian Ohde, dpa/Fabian Sommer

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