Rettet den Impfstoff: Gesundheitsministerin Werner appelliert an die Menschen

Von Katrin Zeiß

Erfurt - Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (52, Linke) hat an die Thüringer appelliert, nicht genutzte Corona-Impftermine anderen Menschen zur Verfügung zu stellen.

Damit der Impfstoff nicht in der Tonne landet: Gesundheitsministerin Heike Werner (52, Linke) ruft die Thüringer zur Impfstoff-Rettung auf.
Damit der Impfstoff nicht in der Tonne landet: Gesundheitsministerin Heike Werner (52, Linke) ruft die Thüringer zur Impfstoff-Rettung auf.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Möglich sei dies über das Internetportal www.impfrettung.de, sagte Werner am Samstag in einer Videobotschaft im Kurznachrichtendienst Twitter. Damit könne wertvoller Impfstoff vor dem Wegwerfen bewahrt werden.

"Nur der vollständige Schutz, schützt beispielsweise vor der schweren Erkrankung bei der Infektion mit der Delta-Variante. Ich kann nur appellieren, sich impfen zu lassen", erklärte die 52-Jährige in dem Video.

Hintergrund ist die auch in Thüringen zu beobachtende Entwicklung, dass fest vereinbarte Termine in den großen Impfzentren und regionalen Impfstellen nicht wahrgenommen werden - nicht selten ohne vorherige Absage.

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Über das Portal können Terminabsagen direkt in den jeweiligen Impfstellen gecancelt werden, die die Termine dann anderen Menschen anbieten können.

Eine Absage ist zudem über das Terminvergabeportal www.impfen-thueringen.de möglich.

In Thüringen sind laut Robert Koch-Institut (RKI) bislang rund 53 Prozent der Bevölkerung einmal gegen das Coronavirus geimpft, über den vollständigen Schutz nach zwei Spritzen verfügen etwa vier von zehn Menschen.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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