Senatorin Pop fordert Impfangebot für Kinder und Jugendliche!

Von Gerd Roth

Berlin - Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop sieht einen Wettlauf mit der hoch ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus.

Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (43, Grüne) zeigt sich bezüglich der Delta-Variante des Coronavirus besorgt.
Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (43, Grüne) zeigt sich bezüglich der Delta-Variante des Coronavirus besorgt.  © DPA/Annette Riedl

"Das entscheidende Mittel gegen die weitere Ausbreitung sind Impfungen", sagte Pop am Dienstag laut Wirtschaftsverwaltung. Erfolg gebe es nur mit einer hohen Impfquote.

"Darum ist es wichtig, beim Impfen das Tempo auch in den Sommermonaten hochzuhalten und in den Bezirken niedrigschwellige Impfangebote anzubieten." Die Grünen-Politikerin appellierte an die Berlinerinnen und Berliner, sich auch ihre zweite Impfdosis abzuholen. "Nur mit vollständigem Schutz ist man gegen die ansteckendere Variante gut gerüstet."

Pop befürchtet, mit Ende der Sommerferien könne sich die Lage wegen der Delta-Variante erneut zuspitzen. "Wir müssen alles unternehmen, um im Herbst nicht in eine neue Welle hineinzurutschen."

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Notwendig sei deswegen ein Impfangebot auch für Kinder und Jugendliche, die bislang noch ungeschützt seien.

Bislang keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche

Ein Kinder- und Jugendarzt impft einen Jugendlichen mit dem Corona-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer.
Ein Kinder- und Jugendarzt impft einen Jugendlichen mit dem Corona-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer.  © dpa/Fabian Sommer

"Die Ständige Impfkommission muss überdenken, ob sie nicht aufgrund der Deltavariante eine Impfempfehlung für Jugendliche ausspricht", sagte Pop.

"Wir dürfen nicht in eine Situation geraten, Schülerinnen und Schüler wieder in den Distanzunterricht schicken zu müssen, während vollständig geimpfte Erwachsene entspannt Pizza essen gehen können." Kinder und Jugendliche dürften nicht erneut Leidtragende der Pandemie sein.

Die Ständige Impfkommission hat bisher keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Corona-Impfungen nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen wie Adipositas, Diabetes und chronischen Lungenerkrankungen. Das Gremium begründete seine Empfehlung vor rund drei Wochen unter anderem damit, dass das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung für diese Altersgruppe gering sei.

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Der Wert der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen lag am Dienstag in Berlin bei 5,9, wie das Robert Koch-Institut mitteilte. 27 Neuinfektionen wurden erfasst.

Seit Beginn der Pandemie steckten sich in Berlin mehr als 180.000 Menschen mit dem Coronavirus an. 3557 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Titelfoto: dpa/Annette Riedl, dpa/Fabian Sommer

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