Spritzen mit Kochsalzlösung: Zahlreiche Menschen müssen erneut geimpft werden

Jever/Hannover – 22 Menschen sollen im Kreis Friesland einen weiteren Impftermin bekommen, nachdem eine Krankenschwester ihnen nur eine Kochsalzlösung gespritzt hatte.

Eine Frau betritt das Impfzentrum im Landkreis Friesland. 22 Menschen müssen hier erneut geimpft werden.
Eine Frau betritt das Impfzentrum im Landkreis Friesland. 22 Menschen müssen hier erneut geimpft werden.  © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Dies habe die Auswertung entsprechender Antikörper-Tests im Landesgesundheitsamt ergeben, berichtete der Norddeutsche Rundfunk am Dienstag.

Die Untersuchung war nötig geworden, weil die Mitarbeiterin eines Impfzentrums bei Schortens eingeräumt hatte, sechs Spritzen statt mit dem Biontech-Impfstoff mit Kochsalzlösung gefüllt zu haben.

Ihr soll zuvor beim Anmischen ein Fläschchen mit dem Vakzin heruntergefallen sein, was sie anschließend vertuschen wollte.

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Nun musste deshalb der tatsächlich vorhandene Impfschutz von mehr als 100 Menschen mithilfe von Blutproben nachträglich überprüft werden.

In 97 Proben konnten demnach Antikörper nachgewiesen werden, hieß es. In 22 Fällen fehlten diese, sodass die betreffenden Personen jetzt am Mittwoch geimpft werden sollen.

Gegen die Krankenschwester wird inzwischen wegen des Verdachts der Körperverletzung ermittelt.

Titelfoto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

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