Stiko-Chef: Gleichzeitige Impfung gegen Corona und Grippe stellt kein Problem dar

Leipzig - Gleichzeitige Impfungen gegen die Grippe und Corona sind laut Einschätzung des Chefs der Ständigen Impfkommission (Stiko) Thomas Mertens (71) unbedenklich.

Laut dem Stiko-Vorsitzenden Thomas Mertens (71) sei es unbedenklich, sich gleichzeitig gegen Corona und die Grippe impfen zu lassen.
Laut dem Stiko-Vorsitzenden Thomas Mertens (71) sei es unbedenklich, sich gleichzeitig gegen Corona und die Grippe impfen zu lassen.  © Kay Nietfeld/dpa

Es gebe keine Hinweise, dass einer der beiden Impfstoffe dann nicht mehr wirke, sagte der Stiko-Vorsitzende "MDR Aktuell". "Insofern ist diese Vorsichtsmaßnahme des Auseinanderziehens der beiden Impfungen nicht mehr nötig."

Mertens warb dafür, dass sich gerade Menschen aus Risikogruppen gegen die Grippe impfen lassen.

Wenn es in diesem Jahr weniger Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus wie Maskenpflicht und Abstandhalten gebe, seien die Menschen besonders gefährdet. "Insofern ist eine Grippeimpfung sinnvoll für diese erwähnten Risikogruppen."

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Der Stiko-Chef reagierte auch auf Befürchtungen, dass der Grippe-Impfstoff in diesem Jahr einen geringeren Schutz bieten könnte, weil sich in der vergangenen Saison weniger Menschen mit Grippe ansteckten und Daten fehlen könnten.

Diese Angst halte er für unbegründet, sagte Mertens. Auf der ganzen Welt untersuchten Laboratorien das gesamte Jahr Influenza-Viren. Das sei die Grundlage für die Zusammensetzung der Impfstoffe.

Titelfoto: Bildmontage / Jens Kalaene/zb/dpa/Archivbild / Kay Nietfeld/dpa

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