Stiko warnt Ungeimpfte: So viel höher liegt ihr Krankenhausrisiko

Berlin - Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat ihre wissenschaftliche Begründung zu Auffrischimpfungen für alle Erwachsenen vorgelegt und einen Impfaufruf an Ungeimpfte gerichtet.

Thomas Mertens (71) ist der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission.
Thomas Mertens (71) ist der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Die Zahl der Covid-19-Krankenhausaufnahmen sei bei ihnen je nach Alter und Region 5- bis 15-­fach höher als bei Geimpften, heißt es im Fazit des am Montag veröffentlichten Papiers.

Die Zahl der noch nicht geimpften Erwachsenen in Deutschland wird darin mit rund 15 Millionen angegeben. Dies trage maßgeblich zur vierten Welle und zur hohen Zahl an Covid-19-Patienten in Krankenhäusern bei, schreibt das Gremium.

Die Stiko hatte vor rund anderthalb Wochen bekannt gegeben, dass die Empfehlung zu Auffrischimpfungen auf alle Menschen ab 18 Jahren ausgeweitet wird.

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Es gilt aber nach wie vor, dass laut Stiko zuerst ältere und vorerkrankte Menschen einen Booster bekommen sollten. "Auch bisher Ungeimpfte sollen vordringlich geimpft werden."

Ältere Menschen in größerer Gefahr

Gegen die vierte Welle muss so schnell wie möglich geimpft werden. (Symbolbild)
Gegen die vierte Welle muss so schnell wie möglich geimpft werden. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Bei Menschen ab 30 seien für die Auffrischimpfung beide derzeit verfügbaren mRNA-Impfstoffe (Moderna und Biontech/Pfizer) "gleichermaßen geeignet", schreiben die Experten. Für Menschen unter 30 und Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel wird Biontech empfohlen.

Zum Impfabstand heißt es, dass dieser "in der Regel" sechs Monate betragen solle. Generell kürzere Abstände schienen wegen derzeit eingeschränkter Impfkapazitäten nicht durchführbar.

Die Stiko geht anhand der Datenlage aber davon aus, dass immungesunde Geimpfte für mindestens sechs Monate "anhaltend gut geschützt" seien. Bei Menschen höheren Alters und Immungeschwächten sehe man "etwas frühzeitiger einen deutlich nachlassenden Impfschutz vor schweren Erkrankungsverläufen".

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"Wann und für wen gegebenenfalls in Zukunft nach der ersten Auffrischimpfung weitere Auffrischimpfungen empfohlen werden, kann derzeit noch nicht gesagt werden", hält die Stiko fest.

Titelfoto: Bildmontage: Sebastian Gollnow/dpa/Bernd von Jutrczenka/dpa

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