Trotz Rückschlag: Wacker Chemie will weiterhin Curevac-Impfstoff produzieren

München - Trotz des Rückschlags für den Corona-Impfstoffkandidaten von Curevac hält Wacker Chemie an seinen Produktionsplänen für das Mittel fest.

Die Münchner Wacker Chemie und der Tübinger Biotech-Konzern Curevac arbeiten bei der Produktion eines Impfstoffkandidaten gegen Covid-19 zusammen.
Die Münchner Wacker Chemie und der Tübinger Biotech-Konzern Curevac arbeiten bei der Produktion eines Impfstoffkandidaten gegen Covid-19 zusammen.  © Bildmontage: Frank Leonhardt/dpa, Christoph Schmidt/dpa

Aktuell gebe es keine Änderungen, die Verträge stünden, sagte eine Wacker-Chemie-Managerin am Donnerstag in München.

Mitte Juni hatte Curevac Studiendaten vorgelegt, die eine deutlich geringere Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten zeigen als bei bereits zugelassenen Vakzinen.

Allerdings sieht das Tübinger Unternehmen dennoch weiter gute Chancen auf eine Zulassung.

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Wacker Chemie hat in den Niederlanden eine Produktion für den mRNA-Impfstoff aufgebaut. Bereits zur Jahresmitte könnte den Angaben nach die nötige Geschwindigkeit erreicht werden, um 100 Millionen Dosen pro Jahr herzustellen.

Und selbst wenn es mit der Auftragsproduktion für Curevac nichts werden sollte, wären die finanziellen Folgen eher gering, hieß es am Donnerstag.

Die Produktionsplattform könne auch zur Herstellung von Impfstoffen anderer Hersteller oder ganz anderer mRNA-Medikamente genutzt werden.

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