Vorbeugung der vierten Welle: Sächsische Zoos unterstützen Impfkampagne

Sachsen - Am Dienstag appellierte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU) an die Bevölkerung, die Impfangebote gegen das Coronavirus wahrzunehmen. Nun bekräftigen die Zoos und Tierparks im Freistaat diese Bitte.

Die sächsischen Zoos und Tierparks wollen die Impfkampagne der Regierung unterstützen.
Die sächsischen Zoos und Tierparks wollen die Impfkampagne der Regierung unterstützen.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Die Impfquote in Sachsen ist aktuell die niedrigste in ganz Deutschland - eine Tatsache, die angesichts der steigenden Inzidenz nicht nur der Politik und Wirtschaft, sondern auch vielen Kulturschaffenden Sorgen bereitet.

So auch die Tierparks des Freistaats, die sich nun in einem offenen Brief an die Sachsen gerichtet haben: Die Branche habe nach wie vor mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen, allein der Leipziger Zoo habe einen Verlust von mehr als 12 Millionen Euro zu verzeichnen.

"Eine erneute Schließung über einen längeren Zeitraum können Zoos nicht mehr verkraften", so der Leipziger Zoodirektor Prof. Jörg Junhold (57), der gleichzeitig als Präsident des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ) agiert.

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Um die Infektionszahlen zu senken und damit einem erneuten Lockdown vorzubeugen, wollen sich ab sofort die Tierparks in Aue, Chemnitz, Dresden, Eilenburg, Görlitz, Hoyerswerda, Leipzig, Hirschfeld, Weißwasser und Zittau an der Impfkampagne der Landesregierung beteiligen.

Unter anderem wollen die Einrichtungen anbieten, "aktiv für die Corona-Impfungen zu werben oder anderweitige logistische Unterstützung zu geben".

"Gemeinsam unsere Zukunft in die Hand nehmen"

Dies würde im Zeichen der Solidarität geschehen, da die Zoos tagtäglich von tausenden Menschen besucht werden und damit zu den beliebtesten Freizeitangeboten gehören.

Gert Emmrich, Direktor des Tierparks Weißwasser und Präsident der Deutschen Tierparkgesellschaft, erklärte in der Mitteilung:

"Im Sinne des eigenen Schutzes und unserer Tierbestände hoffen wir, dass alle Menschen in Sachsen und darüber hinaus die Impfangebote nutzen und wir damit gemeinsam unsere Zukunft in die Hand nehmen, um auch weiterhin das Zooerlebnis, aber auch alle anderen Kultur- und Freizeitangebote nutzen und ermöglichen zu können."

Titelfoto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

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