Vorzeitige Corona-Impfung: Ermittlungen gegen Ex-Landrat

Von André Klohn

Itzehoe - Wegen einer vorzeitigen Corona-Schutzimpfung des damaligen Steinburger Landrats Torsten Wendt hat die Staatsanwaltschaft Itzehoe ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Eine Ärztin impft einen Mann mit einem Corona-Impfstoff. (Symbolbild)
Eine Ärztin impft einen Mann mit einem Corona-Impfstoff. (Symbolbild)  © Bernd Weissbrod/dpa

Es gehe um den Vorwurf der Unterschlagung, sagte Oberstaatsanwalt Peter Müller-Rakow am Mittwoch.

Ermittelt werde auch gegen eine zweite Person im Zusammenhang mit der Impfung. Die Vorwürfe gegen die Beschuldigten hätten sich bei den Vorermittlungen nicht klären lassen. In dem Ermittlungsverfahren können beide Beschuldigte auch gehört werden. Zuvor hatte die Norddeutsche Rundschau darüber berichtet.

Wendt hatte sich im Januar außer der Reihe mit einer überzähligen Dosis gegen Covid-19 impfen lassen.

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Er entschuldigte sich in der Folge dafür. "Angesichts einer Anzahl von Menschen, die einen Termin zur Impfung buchen wollten und damit bisher erfolglos geblieben sind, ist meine Impfung nicht verständlich. Ich habe dies seinerzeit so entschieden, hätte dies aber unterlassen müssen."

Ende April berief der Kreistag Wendt endgültig ab. Er war seit 2013 Landrat im Kreis Steinburg.

Titelfoto: Bernd Weissbrod/dpa

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