2G-Modell auch in Mecklenburg-Vorpommern: Mehr Fans in Stadien erlaubt

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung hat in der Corona-Pandemie ein 2G-Optionsmodell für Veranstalter beschlossen. "In bestimmten Bereichen kann dort, wo 3G-Regeln gelten, auch 2G eingeführt werden", sagte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Dienstag.

Ab Freitag gilt in Mecklenburg-Vorpommern auch ein 2G-Optionsmodell. (Symbolbild)
Ab Freitag gilt in Mecklenburg-Vorpommern auch ein 2G-Optionsmodell. (Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa

Zugang hätten zu den Events demnach nur noch Geimpfte und Genesene - in diesem Fall müssten andere Hygieneauflagen wie Abstand, Maskenpflicht oder Kontaktnachverfolgungspflichten nicht mehr beachtet werden. Diese und andere Neuregelungen gelten den Angaben zufolge ab Freitag (8.10.).

Laut Glawe besteht jedoch eine Anzeigepflicht beim Gesundheitsamt, falls 2G bei einer Veranstaltung gelten soll. Daneben müsse eine Zugangskontrolle sichergestellt werden.

Eine Erfassung der Kontaktdaten sei empfohlen, aber nicht verpflichtend. Der Minister betonte, dass allein der Veranstalter entscheide, ob das 2G-Modell für eine Veranstaltung gelten solle.

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Kinder unter sieben Jahren sind gemäß den neuen Regelungen für 2G Geimpften und Genesenen gleichzustellen. Sie können also laut Glawe ohne Test zu den Veranstaltungen mitgenommen werden.

Sieben- bis Zwölfjährige müssen hingegen einen tagesaktuellen negativen Schnelltest vorweisen, dies gelte auch bis zum 16. Lebensjahr. Menschen die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können sind mit einem Schnell- oder Selbsttest zu den Veranstaltungen zugelassen.

Zweitligist Hansa Rostock darf mehr Fans ins Stadion lassen

Harry Glawe (67, CDU), Wirtschaftsminister von MV, verkündete die Nachricht.
Harry Glawe (67, CDU), Wirtschaftsminister von MV, verkündete die Nachricht.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Der Gesundheitsminister machte zudem nochmals klar, dass alle Branchen, die zur Grundversorgung gehören, kein 2G anbieten können: Hierzu gehöre beispielsweise der Einzelhandel, Friseure, Baumärkte oder Lieferdienste.

Auch die Zuschauerregeln für Kultur- und Sportveranstaltungen im Außenbereich wurden den Kabinettsbeschlüssen zufolge gelockert.

Ab Freitag darf man demnach 75 Prozent der verfügbaren Plätze auslasten, das gilt auch für Fußballspiele der 2. Bundesliga. Dies sei einvernehmlich so beschlossen worden und gelte bereits für das Spiel von Hansa Rostock gegen den SV Sandhausen. Bei dem Spiel sind laut dem CDU-Politiker nun 7000 Besucher mehr als zuvor zugelassen.

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Andere Veranstaltungen unter freiem Himmel wie Jahrmärkte und Weihnachtsmärkte sind den Angaben zufolge zum aktuellen Zeitpunkt möglich. Es seien aber auf jeden Fall Hygienekonzepte beim Gesundheitsamt vorzulegen und Menschenansammlungen zu vermeiden; Richtschnur seien vier Quadratmeter Platz pro Person.

Ob Weihnachtsmärkte in diesem Jahr stattfinden können, ist laut Glawe abhängig von der Entwicklung der Inzidenz und der Hospitalisierungen. Er zeigte sich jedoch zuversichtlich.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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